Isabella Rossellini ist bußfertig. In einem Interview hat die Schauspielerin nun auf die Frage, bei wem sie sich gern entschuldigen würde, gesagt: "Bei Hühnern. Weil ich sie gegessen habe."

Die Frau hat Nerven. Nähme man sich das jetzt ausgerechnet vor den Feiertagen zu Herzen, käme man aus dem Nahrungsmittel-Kotau gar nicht mehr heraus. Nicht, dass man dem Truthahn, der Gans oder von mir aus auch dem Karpfen nicht mehr Ehrerbietung gönnen würde. Da haben es wieder jene gut, die zu Weihnachten am liebsten Fondue essen. Bei Geschnetzeltem ist erfahrungsgemäß das schlechte Gewissen weniger ausgeprägt. Einer Umfrage zufolge sind das übrigens die meisten Österreicher, also die Weihnachtsfondue-Esser. Es folgt im Ranking das mindestens genauso unfeierliche Raclette.

Deutlich schizophrener geben sich die Österreicher bei der Frage nach ihrer Vorliebe bei nicht-deutschsprachigen Weihnachtsliedern. Das meistgenannte "Lied, das Sie nicht mehr hören können", ist selbstverständlich "Last Christmas". Das meistgenannte "Lied, das keinesfalls in der Weihnachtszeit fehlen darf", ist - auch "Last Christmas".

Das wichtigste Getränk in der Weihnachtszeit ist den Österreichern übrigens weder Punsch oder Schampus, sondern ganz profan der Kaffee. Der passt auch am besten zu den Keksen, bei denen erwartungsgemäß die Vanillekipferl vorne liegen.

Am Ende der Liste grundeln traurig traditionelle Sorten, die man heutzutage offenbar nicht mehr per Namen kennt: Spitzbuben, Husarenkrapferl und Eisenbahner. Bei denen entschuldigt sich sicher wieder keiner!