Zum Interview von Konstanze
Walther, 21. September

Grundeinkommen wäre ein wirtschaftlicher Vorteil

Götz Werner trifft den Nagel auf den Kopf: Das soziale Europa, der Welt fortschrittlichste Wirtschaft kann nur mit vernünftigen Einkommensverhältnissen der Globalisierung standhalten, einem bedingungslosem Vorsteuerrabatt, gleich dem Grundeinkommen (aber direkt und unbürokratisch mit der Steuerverrechnung), was auch mehr Konsum brächte und damit auch Arbeit.

Hermann Bauer,

per E-Mail

Zum Gastkommentar von
Kurt Bayer, 17. September

Ganz ohne Finanzmarkt geht es nun einmal nicht

Kurt Bayer vergisst bei seinem Finanzmarkt-Bashing, dass vom Markt das Geld für die Abdeckung der Neuverschuldung der Staaten kommt. Wenn man vom Markt viel Geld will, muss man sich auch an die Bedingungen des Marktes halten, oder man spart noch heftiger oder setzt die Europäische Zentralbank ein, um die Neuverschuldung durch die Banknotenpresse abzudecken.

Helmut Pietzka,

per E-Mail

Demenzkranke Menschen brauchen behutsame Pflege

Frau Mag. Martina Steiner möchte ich für ihren Beitrag im "Leserforum" vom 20. September danken und ihre Bemühungen um das Bewusstsein der Krankheit Demenz würdigen, als betroffene Angehörige aber anmerken, dass man mit keiner der vorgeschlagenen Maßnahmen gegen Demenz ankämpfen kann, sondern dass sie nur das Leben mit Demenz erträglicher machen.

Von hoher Lebensqualität im herkömmlichen Sinn kann deshalb nicht die Rede sein, weil für einen Alzheimer-Patienten und die eigene Welt, in die er sich zurückzieht (wo er durchaus glücklich sein und "in sich ruhen" kann), besondere Maßstäbe gelten. Meine 90-jährige Mutter, die nach zwei (auch für mich) qualvollen Jahren zu Hause sich von dem Trauma des "Pflegedienstes" im Demenzpflegeheim erholt und ihre Würde wiedergefunden hat, lebt dort seit nunmehr fünf Jahren ihr besonderes, immer stiller werdendes Leben, mit dem sie allem Anschein nach glücklich ist.

Geistige, körperliche und soziale Aktivitäten können den Ausbruch von Alzheimer nicht verhindern, auch ein Fortschreiten der Krankheit nicht. Wir können den betroffenen Menschen nur mit Liebe und Zuwendung helfen, trotz ihrer Erkrankung (die sie im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr als solche erleben) Freude an ihrem besonderen Leben und damit Glück zu empfinden. Die Dankbarkeit in den Augen meiner Mutter (die mich als ihre Tochter noch wahrnimmt) lässt mich meine Trauer um die Veränderung ihrer Persönlichkeit vergessen...

Dorothea Nahler,

1130 Wien