Wenn die Erinnerung nicht täuscht, wurde die Karlsplatzpassage während der 1980er Jahre grob und klobig verunstaltet. Erst jetzt sind wirklich keine Kosten gescheut worden, mit den besten Materialien die farbliche und architektonische Form von 1955 wiederherzustellen. Das Ganze wirkt wieder sehr "nobel"; es gilt, hierfür zu danken.

Gerne würde ich drei ergänzende Wünsche zum Ausdruck bringen:

1. Man möge gerade den Aufgang zur Oper auch möglichst wiederherstellen, zumindest was die Wandverkleidung betrifft, die schwarzen Steinplatten wirken noch unpassender als zuvor.

2. Man möge die unerträgliche Umweltverschmutzung eines ewig laufenden, allzu kurzen Tonbandausschnitts aus dem Donauwalzer endlich zum Schweigen bringen. Dies mag in Wien nur kurz weilende Touristen amüsieren, für regelmäßige Benützer ist die Dauerberieselung eine Zumutung, von den hier arbeitenden Menschen ganz zu schweigen. Verlässt man die Oper mit Wagner, Verdi oder einem anderen im Ohr, ist die Belästigung doppelt störend und einer Musikhauptstadt nicht würdig.

3. Man möge die Firma Ankerbrot dazu animieren, die filigrane Optik des ursprünglichen Designs des Rondo-Cafés wiederherstellen. Der einzige mir bekannte unterirdische Schanigarten bildete ein Faszinosum. Das heutige Design ist klobig und unpassend, die Bilder von der alten Ankerbrotfabrik sind zu wenig.

Prof. Nick Allen,

1050 Wien