Tamara Arthofer ist Sport-Ressortleiterin.
Tamara Arthofer ist Sport-Ressortleiterin.

Start in die Bundesliga, Formel 1 in Ungarn, ein Turniersieg eines österreichischen Tennisspielers: Das Sport-Wochenende hatte es diesmal wieder einmal in sich - samt durchaus überraschender Ergebnisse, die allerdings nur auf den ersten Blick wirklich erstaunen. So hätte es Bundesliga-Rückkehrer Mattersburg gar nicht besser erwischen können, als gleich in der ersten Runde, getragen von der Aufstiegseuphorie und mit einer nahezu identen Mannschaft, mit der man vergangene Saison den Erste-Liga-Titel feierte, auf den an allen Ecken und Enden veränderten Bundesliga-Meister zu treffen. Mit einem 2:1 nützte man diese Chance. Der Grand Prix von Ungarn wiederum, bei dem Ferrari-Ass Sebastian Vettel zum Sieg fuhr, dahinter die Red-Bull-Piloten Daniil Kwjat und Daniel Ricciardo die Plätze auf dem Stockerl einnahmen, während erstmals seit 2013 beide Mercedes-Boliden daran vorbeifuhren, kann wegen der Turbulenzen und Pannen beim bisherigen Überfliegerteam kaum als repräsentativ durchgehen. In Umag wiederum zeigte Dominic Thiem, wie man eine Enttäuschung wie jene vom Daviscup in positive Energie ummünzen kann, sein Können ist ohnedies unbestritten. Doch Können ist das eine, Konstanz auf hohem Niveau das andere. Seriensiege darf man nun weder von ihm noch von Ferrari oder Mattersburg erwarten. Stattdessen werden wohl auf längere Sicht in allen der genannten Sportarten die üblichen Verdächtigen - wenn auch mit leichten Verschiebungen - die Nase vorne haben. Alles andere wäre dann auch keine Überraschung - sondern eine mittlere Sensation.