Bargeld ist ein Stück persönlicher Freiheit

Das Bargeld ist ein Teil unserer bürgerlichen Freiheit, und dieses Recht lassen wir uns gewiss nicht nehmen. Ohne unser Bargeld würde die Cyber-Kriminalität sicherlich noch mehr steigen, denn Kredit- oder Bankomatkarten werden jetzt schon immer öfter gehackt oder gesperrt. Zudem fallen auch jetzt schon die elektronischen Bankomatkassen zeitweise aus. Nur mit elektronischem Zahlungsverkehr hätten wir in diesen Fällen keinen Zugriff mehr auf unser eigenes Geld, zudem hätten wir durch lückenlose Registrierung aller getätigten Zahlungen den "gläsernen Menschen" - die Freiheit wäre somit ein für allemal abgeschafft!

Der 500-Euro-Schein könnte bald abgeschafft werden - viele fürchten nun um das Bargeld insgesamt.
Der 500-Euro-Schein könnte bald abgeschafft werden - viele fürchten nun um das Bargeld insgesamt.

Dr. Martina Egger,

6020 Innsbruck

Kontrolle der Bürger wäre
ohne Bargeld einfacher

Die Abschaffung des Bargeldes wäre ein weiterer Angriff der EU auf die Freiheit der Bürger. Außerdem sollen in Zukunft bei Bankenpleiten die Kontoinhaber verstärkt zur Kassa gebeten werden. Das ist umso leichter, je weniger Geld die Bürger in der Tasche haben und je mehr sich auf den Konten befindet. Hinzu kommt, dass sich der Bürger den Machenschaften der Banken noch mehr ausliefert als bisher, denn er kann beispielsweise auf niedrige Zinssätze nicht einfach durch Abheben seines Geldes reagieren.

In Österreich ist derzeit der Trend zum bargeldlosen Bezahlen noch nicht sehr ausgeprägt. Wir sollten das beibehalten: Denken Sie daran bei Ihrem nächsten Einkauf und zahlen Sie nicht mit der Karte, sondern begleichen Sie Ihre Rechnung bar!

Mag. Gerhard Kohlmauer,

1020 Wien

Zum Artikel von Matthias Winterer, 12. Feburar

Lob für den Sportteil
der "Wiener Zeitung"

Leider komme ich erst jetzt dazu, Ihnen und insbesonders dem Redakteur Matthias Winterer meine Hochachtung für den Artikel über Noriaki Kasai auszudrücken. Ich denke, genau das - nämlich Artikel, die abseits von reißerischer Aufmachung Situationen und Persönlichkeiten thematisieren - unterscheidet den Sportteil der "Wiener Zeitung" so wohltuend von jenen anderer Zeitungen. Diese Hommage an den großen Sportler hätte durchaus auch ihren Platz im Feuilleton-Teil haben können. Gleiches gilt auch für den am Dienstag erschienenen Nachruf auf Trifon Iwanow von Tamara Arthofer.

Hannes Ziegler,

3400 Klosterneuburg

Yanis Varoufakis bietet
auch keine Lösungen

Das Konzept der neuen Gruppierung von Yanis Varoufakis unter dem Namen "DiEM25" kann nicht ganz überzeugen, auch wenn der Europäischen Union eine weitere Demokratisierung in jedem Fall helfen würde, damit das Misstrauen vieler Bürger nicht weiter anwächst.

Denn das größte gegenwärtige Problem vor allem in Südeuropa bleibt die soziale Krise, unter der insbesondere die junge Generation zu leiden hat und für die der frühere griechische Finanzminister leider so gut wie keinerlei Antworten anbietet. Deshalb fehlt hier am Ende ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit, wirklich etwas zum Besseren verändern zu wollen, wie etwa dadurch, dass man gerade von den Privilegierten mehr Fairness anstatt einer Klientelwirtschaft einfordert!

Rasmus Ph. Helt,

D-20539 Hamburg

Privater Waffenbesitz bringt keineswegs mehr Sicherheit

Derzeit ist mit der starken Zunahme privater Waffenverkäufe eine äußerst gefährliche Entwicklung im Gang. Die Übergabe des Gewaltmonopols an den Staat hatte gute Gründe und beendete die frühere Selbstverteidigung mit all ihren negativen Folgen.

Auch wenn sich derzeit viele Bürger vom Staat nicht wirklich beschützt fühlen, sollte man doch kühlen Kopf bewahren. Oder etwa einen Selbstverteidigungskurs besuchen. Stammtisch-Angsthasen oder Populisten sind hier schlechte Ratgeber. Man braucht nur nach Amerika zu blicken, um zu erkennen, welche perversen Auswüchse die private Bewaffnung dort mit sich bringt.

Dr. Helga Fußgänger,

per E-Mail