Wir können die Alu-Hüte absetzen. Jetzt ist wissenschaftlich erwiesen: Chemtrails gibt es nicht.

Atmosphärenforscher der University of California sind einer der weitestverbreiteten Verschwörungstheorien nachgegangen. Ihr zufolge werden mit den Flugzeugabgasen Chemikalien ausgebracht, die allerlei beeinflussen sollen, vom Wetter bis zur Biologie des Menschen. Diese Chemtrails sehen aus wie Kondensstreifen - was sie auch sind: Kondensstreifen, die unter bestimmten atmosphärischen Bedingungen sonderbare Formen annehmen.

Welch eine Erkenntnis! Da kann man nur noch den Kopf schütteln - und zwar über die Wissenschafter. Den Verschwörungstheoretikern nämlich ist die wissenschaftliche Untersuchung gleichgültig. Sie werden sie zum Teil der Chemtrail-Verschwörung erklären, die damit sogar eine Erweiterung erfährt. Genau das hätte den Wissenschaftern vor ihrer gewiss nicht kostenlos durchgeführten Untersuchung klar sein müssen. In keinem einzigen Fall konnte die wissenschaftliche Widerlegung eine Verschwörungstheorie aus der Welt schaffen.

Anders gesagt: Selbst ein Gentest würde einen Verschwörungstheoretiker nicht davon überzeugen, dass Hillary Clinton kein Reptiloid ist. Wer an eine flache Erde glaubt, ließe sich auch vom Gegenbeweis mit einem etwas überdimensionierten Kurvenlineal nicht davon abbringen. Und die Pyramiden bleiben Zeugnisse der Präastronautik, selbst wenn ernsthafte Archäologen sich die Haare bis zur Totalglatze raufen.

Ein Alu-Hut nämlich schirmt nur in zweiter Linie vor Gedankenkontrollstrahlen ab - und in erster vor der Vernunft.