Da haben sich die zwei Richtigen gefunden. Uli Hoeneß und Didi Mateschitz wollen also, wie die deutsche "Bild" am Montag der Welt verriet, gemeinsame Sache machen. Ein neues Stadion bauen oder so. Eine Mehrzweck-Halle mit 10.000 Plätzen in München. Geplant ist das ja schon lange, nur traute sich bisher niemand die Realisierung des Projekts zu. Selbst für Hoeneß’ Vorgänger Karl Hopfner war das Vorhaben eine Nummer zu groß, weil "finanziell ein zu hohes Risiko".

Nicht aber für Hoeneß. Er weiß: Um das Bayern-Imperium - und insbesondere die noch im Schatten stehende Basketball-Sparte - weiterzuentwickeln, braucht es diese Halle. Da käme ein Partner wie Red Bull gerade recht. Dass Mateschitz’ Verein RB Leipzig direkter Konkurrent Bayerns in der deutschen Bundesliga ist, ist da kein Hindernis. Geld hat ja kein Mascherl (außer Steuergeld vielleicht). Das gilt auch für den Red-Bull-Konzern, der ebenfalls auf der Suche nach einer neuen Bleibe für seinen Eishockeyklub EHC München sein soll.

Glaubt man den Medienberichten, soll das erste Gespräch zwischen Hoeneß und Mateschitz im Zuge eines gemeinsamen Besuches des Liga-Schlagers zwischen Bayern und RB Leipzig am 21. Dezember über die Bühne gehen. Wobei sich der Weißwurstfabrikant vor dem Dosenhersteller in Acht nehmen sollte. So leicht wie der TSV 1860 München beim Bau der Allianz-Arena wird sich ein Mateschitz, der nicht einmal davor zurückschreckt, bei Bedarf den eigenen TV-Sender abzudrehen, nicht verheizen lassen. Man darf daher gespannt sein, wie dieses Ringen der Alphatiere ausgehen wird. Geschäftlich wie auch sportlich.