Gezielte Desinformation
im Krieg der Bilder

Nie werde so viel gelogen wie nach der Jagd, vor der Wahl und im Krieg, erkannte schon Otto von Bismarck. Gerüchte sprechen vor allem, und das erfolgreich, die Gefühlswelt der Zielpersonen an. Besonders geeignete Themen sind dabei Kinder und Frauen in der Opferrolle.

Moderne Kriege sind immer auch Kriege der Bilder. Sachliche Information ist von gezielter Täuschung nur schwer zu unterscheiden. Die Möglichkeiten der medialen Kriegsführung haben sich durch das Internet vervielfacht. Es gibt die Gelegenheit, quasi in Echtzeit die ganze Welt mit Informationen oder Desinformationen zu überhäufen. Mit "Fakes" werden bestimmte Ereignisse in Bild und Ton konstruiert und über soziale Medien rasch verbreitet. Gutgläubig werden viele dieser Falschmeldungen auch in den Massenmedien veröffentlicht und als Tatsachen wahrgenommen.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Wofür stehen die
Grünen eigentlich?

Für Links sind die Grünen nicht (Auseinandersetzung Eva Glawischnig gegen Peter Pilz). Für Rechts sind sie gar nicht. Für die Jungen sind sie nur, wenn diese kuschen. Für die Alten? Auch nicht. Für Ökologie und Denkmalschutz? Die Wiener Grünen jedenfalls nicht. Die ließen 97 gesunde Bäume in einem Naherholungsgebiet umschneiden, damit dort Bauten errichtet werden können. Hinsichtlich Weltkulturerbe legen sie sich mit der Unesco an, um einem Investor zu Gefallen zu sein.

Eine Stimme für die derzeitigen Grünen ist eine verlorene Stimme. Eva Glawischnig brachte zur Spaltung der grünen Studierenden den unpassenden Vergleich mit Fußballmannschaften. Gerade diese haben jedoch mehrere Mannschaften, neben den Profis auch Amateure, mehrere Jugendmannschaften (abgestuft nach Alter). Da gibt es Möglichkeiten für Wechsel von Spielern, wenn sie in einer Mannschaft nicht zurechtkommen, und der Sinn der dortigen Jugendarbeit ist, Talente für die A-Mannschaft zu entwickeln. Jugendarbeit der Grünen? Fehlanzeige.

Peter Jürß,

1160 Wien

Zum Interview von Klaus Huhold, 6. April

Versäumnisse in der Entwicklungszusammenarbeit

Es gab in 50 bis 70 Jahren Entwicklungszusammenarbeit noch nie ein durchgeführtes Konzept. Es gab nur Schlagworte - das bedeutendste und wichtigste - "Hilfe zur Selbsthilfe" - wurde nie konsequent realisiert. Es gibt keine öffentlichen wissenschaftlichen Arbeiten, die erarbeiten, was im "wohlhabenden Norden" geschehen würde, wenn die Allerärmsten mit einem Einkommen von ein bis zwei Dollar pro Tag stattdessen vier bis fünf Dollar pro Tag verdienten.

Gerhard Karpiniec,

2361 Laxenburg