Zum Artikel vom 14. April

Landwirtschaft
und Agro-Business

Alle vorgelagerten und nachgelagerten Wirtschaftsbetriebe verdienen enorm gut an der Landwirtschaft. Saatgutmonopolisten, Düngerkonzerne, Pestizidproduzenten, Maschinenfabriken, Exporteure, Importeure, Sojahändler, Regenwaldabholzer, Energydrinkdosenproduzenten, Transporteure, Weiterverarbeiter, Molkereibetriebe, Fleischjongleure, Handelsmonopolisten, Kreditgeber für Traktoren, Mähdrescher und Riesenställe mit 1000 Säuen.

Jeder Installateur, jeder Autohändler, jeder Rechtsanwalt hat seine Tarife, seine Gewinnmargen. Der Bauer und die Bäuerin, die sieben Tage im Stall stehen, dürfen nichts bestimmen, werden mit Preisen abgefertigt wie vor 30, 40 Jahren. Das Motto lautet: Wachse oder weiche. Es wird immer mehr produziert, damit die Erzeugerpreise immer stärker fallen. Eine aussichtslose Mühle-zu-Mühle-auf-Falle, von Parlamentariern liebevoll als "Strukturwandel" bezeichnet.

Fritz Baumgartner,

4222 St. Georgen/Gusen

Zum Artikel von Edwin
Baumgartner, 13. April

Esperanto als eigenständige Literatursprache

Natürlich gibt es Märchen auf Esperanto, Esperanto hat auch sehr wohl eigene Dichter wie etwa Kálmán Kalocsay oder William Auld, der im Übrigen mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert wurde. Das Esperanto-PEN-Zentrum ist auch längst Mitglied bei der Schriftstellervereinigung PEN International. Die Esperanto-Originalliteratur hat Geoffrey H. Sutton in der "Concise Encyclopedia of the Original Literature of Esperanto" anhand von etwa 300 Esperanto-Orginal-Schriftstellern vorgestellt. Esperanto hat sehr wohl eine eigene Kultur und Literaturtraditionen aufgebaut, man muss sich nur damit beschäftigen.

Louis v. Wunsch-Rolshoven,

per E-Mail

Zum Leitartikel von Reinhard
Göweil, 11. April

Die Verteilung
des Reichtums

Die Einkommensspreizung und Abnahme der Lohnquote ist alles andere als ein zufällig entstandener Tsunami, sondern das Produkt beinharter Kalkulation und konzertierter Aktionen. Der dahinter stehende Grundgedanke ist eine Annäherung unterschiedlicher ökonomischer Welten und eine Angleichung des Wohlstands. Eine indirekte Form der Umverteilung, wenn man so will: Der eine bekommt das, was man dem anderen wegnimmt.

Ob die "Verarmung" der "reichen" Staaten tatsächlich zur Utopie einer kosmopolitischen Welt führt, muss allerdings massiv angezweifelt werden.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien