Die EU sorgt sich auch um Rehe. - © ap/Sergei Grits
Die EU sorgt sich auch um Rehe. - © ap/Sergei Grits

Rehe im Schlosspark von Pötzleinsdorf

Seit Jahrzehnten gibt (gab?) es meistens mehr als 20 Rehe im Pötzleinsdorfer Schlosspark. Vor kurzem wurde ein Teil des Zaunes (Richtung Ladenburghöhe) entfernt und dort eine Tafel "Wildwechsel" angebracht. Tatsächlich gibt es nun so gut wie keine Rehe mehr im Park! Begründung der MA42: eine EU-Verordnung, die das Halten von Wildtieren in eingezäunten Gebieten verbietet.

Dazu möchte ich bemerken: Der Park ist 340.000 Quadratmeter groß und viele Generationen von Rehen haben dort bisher prächtig gelebt. Was hier geschehen ist, kann die EU wohl nicht gewollt haben. ..

Dr. Herbert Grolig,1170 Wien
Zum Essay von Ulrike Guérot,
31. Mai

Ein neues Europa auf
ethischer Grundlage

Nationalismus ist nicht nur Ausdruck der gesellschaftspolitischen Probleme, wie sie sich derzeit weltweit ausbreiten, er entspringt großteils einer Weltschieflage, die öko-sozialen Ursprungs ist. Eine Neugründung Europas kann nur eine sein, die auf den Prinzipien eines "Ethischen Welthandels" basiert. Wie lang noch werden also Europäer die Chance haben, vorzuzeigen, wie es anders geht? Ein friedliches Zusammenleben in einem demokratischen Europa kann es nur geben, wenn wir uns als Bürger dieser "einen Welt" verstehen und engagieren!

Ilse Kleinschuster,

per E-Mail

Die Profiteure unsers Wirtschaftssystems

Der Neoliberalismus konnte bisher noch nirgends sein Freiheitsversprechen realisieren. An die Stelle der individuellen Freiheiten im sozialen Fürsorgestaat trat die Knechtschaft der Marktkonkurrenz. Profitiert hat von dieser Organisationsform eine hauchdünne Minderheit, der Rest schuftet in der Tretmühle eines lebenslangen Prekariates. Wenn schließlich die Staaten mit Investitionsprämien um die Betriebsansiedelung konkurrieren, die Infrastruktur kostenlos zur Verfügung stellen und die Beschäftigten zahlen, damit sie arbeiten dürfen, dann ist der Kulminationspunkt der neoliberalen Konkurrenzlogik realisiert.

Kurt Kalina,per E-Mail

Versorgungsprobleme im Lorenz Böhler Unfallspital

"Betroffen sind nur lebensgefährlich verletzte Patienten, andere können weiter behandelt werden." Aussage zu dem Thema in der ORF-Sendung "Wien heute". Klingt absurd, ist aber leider wahr. Wenn auch die Auslastung gering ist, man braucht ein Back-up, eine Ausweichlösung. Stellt euch vor, es gibt einen Stromausfall, eine Massenkarambolage, auch ein Terroranschlag ist nicht auszuschließen. Was dann? Die Erfahrungen der letzten Zeit zeigen weltweit umfangreiche Computerausfälle, einen tagelangen Stromausfall bei einer großen Fluglinie, Terroranschläge mit hunderten Verletzten. Kurzsichtige Manager und Politiker gefährden unsere Überlebenschancen bei Notfallsituationen - wählt sie ab, schickt sie nach Hause.

Peter Jürß,1160 Wien