Die Tage Ende August sind für echte Ikea-Fans eine Zeit des Bangens und Wartens. Wann ist es soweit? Wann bin ich dran? Wann wird der Austräger auch mir das ikonenhafte, quadratische Druckwerk mit dem unverkennbaren Inhalt zustellen? Mit anderen Worten: Wann kommt endlich der neue Ikea-Katalog? Heuer dürfte es für recht viele Haushalte eine herbe Enttäuschung geben: Denn Ikea hat die Druckauflage heuer empfindlich gesenkt. Statt wie früher 3 Millionen kommen nun österreichweit nur noch 1,9 Millionen Exemplare in die Verteilung. Bevorzugt werden dabei die Einzugsgebiete rund um die Einrichtungshäuser. Wer das Pech hat und genau zwischen zwei wohnt, hat gute Chancen, keinen Katalog zu bekommen. In Wien sollte allerdings, so wird versichert, jeder Haushalt einen Katalog bekommen. Wer keinen bekommt, kann ihn über die Website bestellen. Ikea wolle damit den Papierverbrauch eindämmen, heißt es. Nachdem der Katalog auch zur Gänze im Web und per App einsehbar ist, war es wohl an der Zeit, Druckkosten einzusparen.

Das ist verständlich. Die jährliche Verteilaktion ist eine Großaktion, die Unsummen kosten muss. Allerdings ist der Ikea-Katalog wohl eines jener Werbemittel, das nicht gleich weggeworfen, sondern aufgehoben wird und somit einer gewissen Wertschätzung unterliegt. Es gibt ja sogar Menschen, die ihre "Keine Werbung"-Aufkleber extra mit dem Zusatz "außer Ikea" ergänzen. Die wird man doch nicht enttäuschen wollen?