In Wien wächst die Bevölkerung. Wien sichert damit Niederösterreichs Wohlstand, ohne adäquat davon zu profitieren, weil es die Landesgrenzen gibt. Und hinter den Landesgrenzen stehen die großen Geldbringer des Landes Niederösterreich, der Flughafen etwa und die Shopping City Süd, die es ohne Wien nicht geben würde.

Höchste Zeit, über eine Aufhebung der Landesgrenzen zu diskutieren, meint "Wiener Zeitung"-Chefredakteur Göweil in seinem Leitartikel. Und folgert: "Seit 1922 besteht die Trennung, als (politische) Folge des Ersten Weltkriegs, davor waren beide eine Verwaltungseinheit. 2014 wäre ein guter Zeitpunkt, die mittlerweile sündteure Sinnlosigkeit infrage zu stellen. Egal, wer die dann gemeinsamen Landtagswahlen gewinnen würde."

Dass eine Fusion von Wien und Österreich ein denkbarer, machbarer, möglicher Einstieg in die Föderalismus-Reform sein könnte, zeigte sich auch in der Debatte auf Twitter: