- © reuters/Fabrizio Bensch
© reuters/Fabrizio Bensch

Dem Klimaschutz fehlt
eine treibende Kraft

Auf die großen Worte der Klimakonferenz von Paris sind kleine Taten gefolgt. Während viele Staaten nur mühsam den Weg aus der Kohle finden - so wie Polen, das Gastgeberland der UN-Klimakonferenz von Kattowitz - und Staaten wie die USA und Brasilien dem Klimavertrag ganz den Rücken kehren, ertrinken zahlreiche Inseln im Pazifik bereits im steigenden Meeresspiegel.

Starke Einsicht in Notwendigkeiten und schwacher Wille, das Notwendige zu tun, halten einander die Waage. Die Menschheit ist noch nicht an dem Punkte angelangt, an dem sie willens und fähig ist, das Notwendige beizeiten zu tun, um die Bewohnbarkeit ihres Lebensraumes zu erhalten.

Die 15-jährige Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg aus Schweden nimmt am UN-Klimagipfel in Kattowitz teil. - © reuters/Kacper Pempel
Die 15-jährige Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg aus Schweden nimmt am UN-Klimagipfel in Kattowitz teil. - © reuters/Kacper Pempel

Was nunmehr fehlt, ist eine willensstarke, glaubwürdige, international anerkannte politische Führerpersönlichkeit, die die anderen Nationen mitreißt, um zeitgerecht das definierte Klimaziel zu erreichen. Da Donald Trump die USA in die internationale Isolation zu führen beschlossen hat, muss ein anderer Staat die Führung der Menschheit bei der Rettung des Weltklimas und der Schaffung einer überlebensfähigen Weltordnung übernehmen.

Otfried Schrot,

D-30952 Ronnenberg-Empelde

Den Klimawandel kann
Europa nicht verhindern

Eine Umkehr der Klimaänderung ist nur durch Senken der CO2-
Konzentration in der nördlichen Hemisphäre möglich. Selbst wenn es der EU "als erstem Wirtschaftsraum" gelänge, bis 2050 die CO2-
Emission um 60 oder 80 Prozent zu senken, hätte es auf das Klima keinen spürbaren Einfluss. Der Einfluss der EU ist gegen den Chinas, der USA, Indiens, Afrikas und Südamerikas unwesentlich.

Wenn die von 280 auf 415 ppm gestiegene CO2-Konzentration nicht weiter um 2 ppm pro Jahr steigen soll, müssen wirklich zielführende Maßnahmen ergriffen werden. Wirkungsvoller als die Absenkung der CO2-Emission ist das Senken der CO2-Konzentration durch Photosynthese, die bis vor 100 Jahren den ausreichenden Beitrag geliefert hat. Mehr Pflanzen durch Bewässerung zu trockener Flächen ist das unbeachtete Rezept. Dabei entstehen für den zu erwartenden Bevölkerungszuwachs zugleich Lebensraum, Arbeit, Nahrung und Energieersatz für Kohle, Erdöl und Erdgas.

Prof. Dr. Ernst Fiala,