Anders war die Stellung des demokratisch gewählten Präsidenten Raymond Poincarés, der Russland entgegen der früheren Haltung Frankreichs wissen ließ, auch ein Krieg wegen Serbien mit deutscher Beteiligung sei für Frankreich ein casus foederis. Dahinter stand der Wunsch, Lothringen, vielleicht auch Elsaß wieder Frankreich einzuverleiben, also territorial zu expandieren. Für Russland ging es wiederum um die Inbesitznahme des Bosporus und der Dardanellen.

Das 100-Jahr-Jubiläum des Kriegsendes zeigt, dass der überspitzte Nationalismus sehr wohl als Katastrophenursache in Betracht kommt und die demokratische Legitimation oder deren Fehlen daran kaum etwas ändert.

DDr. René Laurer,

1030 Wien

Totalversagen der
britischen Politiker

Ob Theresa May, Boris Johnson oder die Opposition: Wie kann man sehenden Auges in einen Hard-Brexit schlittern, ohne wenigstens im letzten Moment Vernunft anzunehmen?

Es gibt für Großbritannien vernünftigerweise nur zwei Alternativen: Annahme des Ausstiegsvertrags oder neuerliche Volksabstimmung! Warum sich Theresa May angesichts der Unfähigkeit des Parlaments, eine vernünftige Entscheidung gegen Chaos zu treffen, so hartnäckig gegen die einzige Alternative zu ihrem EU-Deal wehrt, ist nicht nachvollziehbar. Dass bis Ende März keine Volksabstimmung mehr über die Bühne gehen könnte, ist kein ernsthaftes Argument. Der März-Austritt könne im Einvernehmen mit der EU um ein paar Monate verschoben werden.

Günter Braun,

1020 Wien

Leserlob und Grüße
zum neuen Jahr

Für die Ausgabe des "Extra" vom 22./23. Dezember möchte ich mich aus ganzem Herzen bedanken. Alle Beiträge sind in jeder Zeile wunderbar, berührend! Meine Weihnachtswünsche kommen zu spät, aber ein gutes und gesegnetes neues Jahr darf ich Ihnen herzlichst in Dankbarkeit senden!

Christina Vossoughi,

per E-Mail