Zum Gastkommentar von
Zoltan Peter, 9. Jänner

Wie halten es Jugendliche
mit der Toleranz?

Toleranz ist eine Haltung, die ich jemandem oder etwas entgegenbringe, der/die oder das mit meiner eigenen Meinung nicht übereinstimmt, ich aber unter bestimmten Umständen und aus bestimmten Gründen dulde. Geschichtliche Ursprünge der Toleranz haben eine Form entstehen lassen, bei der innerhalb eines Machtgefälles einer Minderheit Rechte zugestanden wurden - die sogenannte Erlaubnistoleranz.

Gesellschaftliche und politische Weiterentwicklungen haben neue Formen der Toleranz hervorgebracht, zum Beispiel die demokratische Respekttoleranz. Es geht darum, dass zwei Akteure (Menschen oder Gruppen) auf Augenhöhe einander begegnen und Konfliktthemen miteinander aushandeln. Es geht um Lebensweisen, Ausdruck von Kultur oder Religion und um Räume und Rahmen, um ein Miteinander und Nebeneinander. Im politischen, öffentlichen Diskurs geht es um Regeln des Zusammenlebens, im persönlichen, zwischenmenschlichen Raum geht es um eine feine Abstimmung. Wie viel Anpassung und Selbstausdruck ist nötig beziehungsweise möglich? Hier geht es um einen Dialog, einen reziproken Prozess.

In unseren Studien wurde im Grunde genommen die Frage an Jugendliche gestellt, wieweit sie bereit beziehungsweise fähig sind, so einen Diskurs zu führen, wo für sie die Grenzen des Akzeptablen sind und wie sie damit umgehen, wenn sie an diese Grenzen stoßen. Zuwanderung fordert offensichtlich von beiden Seiten eine Haltung der Toleranz, die ein friedliches Zusammenleben ermöglicht.

Brigitte Stöger,

2000 Stockerau

Nicht nur Wolfsrudel
sind gefährlich

In Gebieten, in denen (wie im Waldviertel) Wolfsrudel herumstreifen, würde ich meine Ferien nicht verbringen. Ich hatte schon einmal als Jogger Ärger mit aggressiven Bussarden. Die zuständige Behörde erklärte: Bussarde sind strengstens geschützt, und welcher es konkret war, ist ohnehin nicht festzustellen - ich solle einfach woanders herumlaufen.

Guntram Schwarz,

per E-Mail