Klimaschutz beim Weltwirtschaftsforum

Es sollen den Nachkommen keine Schulden hinterlassen werden, so heißt es öfters. Aber bei Klimakrise, Feinstaub, Abgasen, Vergiftung der Ackerflächen, Betonierung von Böden und Vergeudung der Rohstoffe - da ist man nicht so heikel. Das mutet man der Nachwelt zu. Die Regierungen haben die falsche Priorität. Besser ist es jedenfalls, Schulden und eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen als keine Schulden und eine verschmutzte und zerstörte Umwelt. Aber dies erkennen die Egoisten der heutigen Zeit nicht - bis die Katastrophen kommen.

Peter Jürß,

1160 Wien

Zum Gastkommentar von
Erwin Schranz, 24. Jänner

Ein vergessener Vordenker
aus Tirol: Michael Gaismair

Ein freudiges Dankeschön an die "Wiener Zeitung" für die Publizierung des Gastkommentars von Erwin Schranz. Dem Wunsch des Autors, dass Michael Gaismair "es wohl verdient(e), als höchst markanter Tiroler Denker in die europäische Ideen- und Sozialgeschichte einzugehen", schließe ich mich gerne an.

Auch Schranz’ Kritik, dass Gaismair "in der Tiroler und österreichischen Ideengeschichte noch immer stiefmütterlich behandelt" würde, muss man bedauernd zustimmen: Schon vor fünfzig Jahren schreibt Hans Benedikter in seinem Buch "Rebell im Land Tirol - Michael Gaismair": "Der Mantel des Schweigens liegt über Gaismair in seiner Heimat Tirol (. . .) Der Mann, der wohl der politisch bedeutendste Tiroler auf der europäischen Bühne war und dessen Landesordnung zu den hervorragendsten Staatsutopien vieler Jahrhunderte zählt, wird bewußt totgeschwiegen."

Peter Moser,

1150 Wien

Diskussion um den
Karfreitag als Feiertag

Ein weiterer Feiertag komme nicht in Frage, sagt die Wirtschaft. Höchstens ein Abtausch mit einem bestehenden Feiertag (vielleicht einem Montags-Feiertag) wäre möglich, denn das wäre aufkommensneutral, aber vielleicht wieder für die Tourismuswirtschaft nicht so ideal. Ein weiterer Feiertag nur für jene, die ihn wollen, und für die anderen ein Arbeitstag mit Zuschlägen - auch keine Lösung.

So eine Feiertagsdiskussion zwischen "Ja, bitte" und "Geht gar nicht" kann ganz schön anstrengend sein. Am Feiertag ruht die Arbeit bei vielen und bei vielen nicht. Nebenbei gefragt: Ist ein Feiertag eigentlich zum Feiern da und was gibt es eigentlich zu feiern?

Karl Brunner,

9020 Klagenfurt

Zur Indexierung
der Familienbeihilfe

Angenommen: Ein tschechischer Papa arbeitet in Österreich und erhält hier für seinen Sohn Jan, der bei der Mutter in Tschechien lebt, die bis Ende 2018 in Österreich übliche Familienbeihilfe. Damit wurde Jan in Tschechien zu einem Kind erster Klasse, weil die Beihilfe um einiges mehr war, als Kinder in Tschechien erhielten. Die anderen Kinder waren gegenüber Jan Kinder zweiter Klasse, weil die tschechische Beihilfe deutlich niedriger war als die österreichische. Wer ist hier auf einem Auge blind?

Otto Diendorfer,

4150 Rohrbach-Berg

Ein generelles Verbot von Einweg-Plastiksackerln

Eine Reihe von Ländern verbietet Einweg-Plastiktüten in Supermärkten. Obwohl dies ein guter Anfang ist, sollten sie alle Plastiktüten in Geschäften verbieten. Es gibt bereits zu viele Plastiksäcke in unseren Müllhalden und in den Meeren. Die Menschen müssen erwachsen werden, Stofftaschen kaufen und sie wiederverwenden.

Dennis Fitzgerald,

Melbourne, Australien