Zum Kommentar von
Christina Böck, 12. Februar

Zu wenig Budget für den Denkmalschutz

Auch in den verteufelten Visegrad-Staaten hat man mehr Respekt vor historischen Bauten als in unserer Ochlokratie. Das Budget und die personelle Besetzung für Denkmalschutz und Restaurierung betragen dem Vernehmen nach dort ungefähr das Fünffache gegenüber hierzulande.

In Österreich regiert der "entfesselte Proletheus", wie das mein Kunsterziehungslehrer in den Nachkriegsjahren nannte. Die Wiener Stadtregierung sollte abgewählt werden. Fraglich ist allerdings, ob etwas Besseres nachkäme. Aber schon ein kleiner gradueller Unterschied wäre besser als gar nichts.
Waltraut Kupf,
per E-Mail

Zum Artikel von WZ Online,
12. Februar

Wer sich zurecht als Präsident bezeichnet

Juan Guaido hat sich nicht selbst zum Interimspräsident ernannt. Als Präsident der Nationalversammlung ist er aufgrund der venezolanischen Verfassung automatisch Präsident, wenn ein Machtvakuum vorliegt. Nicolás Maduros "Wahl" 2018 wurde weltweit nicht anerkannt. Der Termin stimmte nicht, andere Parteien und Parteiführer waren entweder ausgeschlossen oder eingesperrt, und kaum jemand ging zur Wahl.

Er ist also illegitim und ein Usurpator. Also bitte schreiben Sie nicht alle ständig vom selbsternannten Präsidenten Guaido, wenn das eigentlich auf Maduro zutrifft.

Angelina Plump, 
per E-Mail


Sozialversicherungsbeiträge brauchen eine breitere Basis

Dass Sozialversicherungsbeiträge nur anhand von Gehältern und Löhnen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bemessen werden, führt in eine vorausberechenbare gesellschaftliche Sackgasse. Denn all die wegrationalisierten Dienstnehmer, all die Apps, Roboter, künstlichen Intelligenzen, ELBAs und ELGAs, die ganze 4.0-Wirtschaft und die Börsenjongleure zahlen allesamt keine Sozialversicherung.

Die Digitalisierungsgewinnler steuern zum Sozialwesen nichts bei. Es kann sich doch die staatliche Verantwortung der Regierenden nicht darin erschöpfen, die Reichen reicher zu machen und die Armen ärmer. Frauen im Haushalt oder in Teilzeit sowie Kinder erziehende Elternteile werden komplett vergessen.

Die gesellschaftlichen Konfliktpotenziale sind doch historisch und global klar bekannt, wenn Arbeitslosigkeit regiert und ausgesteuerte Pensionisten ohne Kranken- und Pflegeversorgung protestierend auf die Straßen rennen. Soll es nur noch elitäre Leistungen für Menschen geben, die es sich leisten können, Superprämien in börsennotierte regierungsaffine Privatversicherungen einzuzahlen?

Fritz Baumgartner,
4222 St. Georgen/Gusen