Gegen sexuelle Gewalt
in der katholischen Kirche

Es muss selbstverständlich sein, dass endlich die Verjährung für solche Taten aufgehoben wird, weil das Schweigen nach erlittener sexueller Gewalt durch die Autorität der Kirche verstärkt und verlängert wird.

Es muss selbstverständlich sein, dass Priestertäter nicht im Hinterhof der Kirche versteckt werden, sondern sofort staatlichen Gerichten übergeben werden.

Es muss selbstverständlich sein, dass jene kirchlichen Autoritäten, die das Wissen um geschehene sexuelle Gewalt verschwiegen haben, um die Täter zu schützen, sich ebenso staatlichen Gerichten zu stellen haben.

Es muss selbstverständlich sein, dass Täter nicht durch Versetzung geschützt, sondern sofort der öffentlichen Gerichtsbarkeit übergeben werden. Denn es muss ebenso selbstverständlich sein, dass künftig weitere Opfer vermieden werden.

Otto Diendorfer,

4150 Rohrbach-Berg

Ein neues atomares
Wettrüsten in Europa

Die USA und Russland sind aus dem INF-Vertrag ausgestiegen. Das Abkommen verbietet landgestützte Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern, die Atomsprengköpfe tragen können. Russische Mittelstreckenwaffen können die USA nicht erreichen, würden aber eine besondere Gefahr für Europa bedeuten. Die USA könnten aber landgestützte ballistische Interkontinentalraketen (ICBM) mit einer Reichweite von mindestens 8000 Kilometern bedrohen.

Die hierzu zur strategischen Rüstungsbegrenzung vereinbarten Verträge zwischen den USA und Russland sind weiterhin gültig. Jedoch werden die veralteten ICBM aus Sowjetzeiten durch moderne Interkontinentalraketen ersetzt, sodass den strategischen Raketentruppen vermutlich ab 2020 modernste ICBM zur Verfügung stehen. Selbstverständlich fühlen sich die USA durch die Kampfwertsteigerung der russischen ICBM bedroht und werden ihre Raketenabwehrsysteme ausbauen und vermutlich auch ihr ballistisches Raketenarsenal modifizieren. Sollte die Nato Mittelstreckenraketen in Europa stationieren, dann fühlt sich Russland bedroht und es würde ein neues Wettrüsten beginnen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bekräftigte, das Bündnis habe keine Absicht, neue landgestützte Atomraketen in Europa aufzustellen.