Zum Artikel von Reinhard Seiß,
20. Februar

Das Kultobjekt Auto
zerstört die Umwelt

Reinhard Seiß spricht aus, was für uns alle, für die ganze Welt unendlich wichtig ist, damit unsere schöne Erde nicht zerstört wird. Es ist wirklich traurig, dass die Menschen in der industrialisierten Welt mit dem egoistischen Autofahren so viel zerstören. Jeder Autofahrer glaubt, ein Leben ohne Auto ist nicht möglich! Straßen scheinen die wichtigsten Bauprojekte zu sein. Rücksichtslos wird die Landschaft zerschnitten und mit Asphalt versiegelt.

Der Lärm, den Autos verursachen, der Platz, den sie verbrauchen, der Gestank, die Hässlichkeit, die sie darstellen - und vorher noch für die Fabrikation dieser blechernen Widerwärtigkeiten alle dafür notwendigen Rohstoffe, die verbraucht werden: Das alles ist eine Schande für eine Menschheit, die doch zu etwas anderem berufen ist, als möglichst schnell von A nach B zu kommen.

Eva Richter,

1050 Wien

Zum Artikel von Petra Tempfer,
21. Februar

Umweltschutz ist
nur ein Vorwand

Diesen Artikel nehme ich zum Anlass, um auf die Scheinheiligkeit der Politik in puncto "Kampf gegen Bodenversiegelung" hinzuweisen. Trotz all dem Jammern politisch Verantwortlicher, dass viel zu viel und zu rasch Boden versiegelt wird, muss man zum Beispiel in Städten für ein unverbautes Grundstück, neben der "normalen" Grundsteuer, zusätzlich eine gesondert eingehobene Bodenwertabgabe in der Höhe von einem Prozent des Einheitswerts berappen. Dies ist sicher kein Ansporn, sich ein Stück Grün in der Stadt zu erhalten, sondern einfach Geldbeschaffung.

HR Dr. Gerald Gaberscik,

8010 Graz

Zum Interview von Simone
Brunner, 21. Februar

Wie erhält Russland den
Status einer Weltmacht?

"Bei der Wirtschaftsleistung ist Russland allerdings auf einer Stufe mit Spanien", behauptet Mark Galeotti, der Verfasser des neuesten Buches über Wladimir Putin. In der Tat ist das Militärbudget der USA neunmal so groß wie jenes Russlands.

Wie ist es dann möglich, dass Russland so wie Amerika über etwa 7000 Atomsprengköpfe, über Interkontinental- und Kurzstreckenraketen, Langstrecken- und Tarnkappenbomber, Atom-U-Boote, Überschalljäger, Panzer und Artilleriegeschütze aller Gewichtsklassen und Kaliber verfügt - alles aus eigener Produktion! Nur bei den Flugzeugträgern besteht ein markanter Unterschied (zehn gegen zwei zugunsten Amerikas). Worin liegt das Geheimnis des Supermacht-Status von Russland?

Franz Rader,

per E-Mail

Der Zölibat ist ein Grund für Missbrauch in der Kirche

Warum bringt im Rahmen der schrecklichen Missbrauchsfälle in der Kirche keiner den Zölibat in Zusammenhang? Ist es nicht zutreffend, dass der Pflichtzölibat in der katholischen Kirche viele Priester in die Situation bringt, scheinheilige Doppelleben führen zu müssen, wenn sie Beziehungen oder uneheliche Kinder haben? Und ist nicht auch zu erwarten, dass genau dieser Zölibat auch Männer anziehen könnte, die soziale oder sexuelle Störungen haben und sich hinter dem Zölibat "verstecken", eine Art Negativauslese sozusagen?

Es ist doch eine naturwidrige Sache, Männer in eine Lebensform zu zwingen, wo Zärtlichkeiten, Sex oder die Freiheit der Zeugung verboten sind. Unsere christliche Religion ist in Wirklichkeit eine großartige Religion und sinnspendende Kraftquelle. Aber das erschließt sich einem nur, wenn man von überzeugten und überzeugenden Männern - und hoffentlich endlich auch Frauen - unterrichtet wird. Ansonsten enthalten wir einander etwas vor, und das empfinde ich als Schuld.

Dr. Lucia Kautek,

per E-Mail

Unsere Bauern werden zugrunde gerichtet

Sie bekommen niedrige Preise für Milch, Getreide und Fleisch und für ihre harte Arbeit. Auch ehemalige Großbauern gehen ein. Kredite und Investitionen amortisieren sich nur für die Banken, nicht für den Hof. Die Bezirksbauernkammern werden aufgelöst oder zusammengelegt. Die engagierte Sozialversicherung der Bauern wird den Gewerbetreibenden mit ihren sündteuren Digitalisierungsberatern ausgeliefert. Kein Landwirtschaftsministerium mehr, das nennt sich jetzt "Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus". Nationalräte, die kein agrarpolitisches Herzblut haben. Eine gemeinsame EU-Agrarpolitik, die nur die ungehemmte qualitätslose und klimafeindliche Quantität fördert.

Und wir Konsumenten sind geil auf die Billigproduktlinien, möglichst alles mit Lockvogelrabatt. Geil auf Dumpingpreise, die unsere letzten Bauern europaweit ruinieren. Den SUV-Allrad auftanken um 100 Euro, ein Smartphone um 900 Euro fürs Kindergartenkind, für uns alles kein Problem.

Fritz Baumgartner,

4222 St. Georgen/Gusen