Doping-Affäre bei den österreichschen Langläufern

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel ist seit 2002 im Mittel alle vier Jahre mit Doping bei den Langläufern konfrontiert - siehe dazu die Aufstellung in der "Wiener Zeitung" vom 28. Februar. Sein ÖSV-Langlaufchef MarkusGandler ist seit allem Anfang an dabei. Wahrscheinlich stehen deshalb alle "unter Schock". Und das, weil wieder einmal zwei Athleten "scheinbar nichts aus der Vergangenheit gelernt" haben. Noch dazu solche, die nur Sechste geworden sind! Und gewusst hat niemand nichts - dies gilt besonders, weil weder ein Einstich in eine Vene für die Blutentnahme noch für die nachfolgende Bluttransfusion von Kollegen, Masseuren, Teamärzten oder sonst irgendjemandem zu erkennen ist.

Gerhard Friedhuber,

1020 Wien

Peter Schröcksnadel
und die Doping-Affäre

"De zwa Langlaufdeppn!", sagte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Ein etwas dürftiges Argument, denn immerhin sitzt dieser sehr oft polternde Skipräsident schon seit Jahrzehnten auf diesem Präsidentenstuhl. Gerade mit seinem Know-how müsste er wissen, wo der Schuh drückt, wo die heiklen Stellen beim Doping sein könnten. Im Österreichischen Skiverband war Peter Schröcksnadel von 1978 bis 1990 Referent für allgemeinen Skilauf und von 1987 bis 1990 Vizepräsident. Und hat von den Dopings der Langläufer nichts mitbekommen?

Nein, diese Branche ist nicht lukrativ für Werbung, daher will er die Langläufer schon lange nicht im Skiverband! Er war ja schon einmal in einen Dopingskandal verwickelt: Im Mai 2007 schrieb der "Spiegel": "Schröcksnadel, umstrittener Präsident des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), ist in Folge der Doping-Affäre der Olympischen Winterspiele von Turin 2006 als Vizepräsident des Nationalen Olympischen Komitees (ÖOC) zurückgetreten. Er bleibt aber ÖSV-Chef."

Franz Schramböck,
4030 Linz

Zur Kolumne von Walter Gröbchen, 28. Februar

Was den Spaß am
Kinobesuch verleidet

Ich bin mit Kino aufgewachsen, wir hatten erst sehr spät einen Fernseher, ich durfte bei meiner Oma jeden Sonntag um viertel drei ins Kino in die Jugendvorstellung, manchmal sogar um halb fünf in die erste Nachmittagsvorstellung. Mit dreißig wusste ich, dass ich sicher schon tausend Mal im Kino war.

Nun, weitere dreißig Jahre später, wenn ich mich auf einen Film freue, werde ich ihn mir sicher nicht im Kino ansehen. Aber der Hauptgrund, warum ich nicht mehr ins Kino gehe, ist nicht das Kino selbst, sondern sind die anderen Kinobesucher. Unaufmerksamkeit, Handybedienung, wenn mal zwei Minuten keine Action ist, Essen, Trinken- nicht mehr der Film steht im Mittelpunkt, er ist scheinbar nur ein Teil eines unterhaltsamen Abends in den Tiefen eines Einkaufszentrums.