Eine Kundgebung
für den Klimaschutz

12.500 Personen haben heuer schon am "Marsch fürs Klima" in Brüssel teilgenommen, und nun findet ein internationaler Klimatag heute, am 15. März, auch in Wien statt. Daran will ich teilhaben, da es um die Zukunft aller geht, auch wenn dies bedeutet, zeitgleich zum Unterricht auf die Straße zu gehen.

Ich finde es völlig in Ordnung, wenn Kinder und Jugendliche einen Tag dem Klimaschutz widmen und nicht der Schule, denn der Klimawandel ist eines der politisch brisantesten Themen und wird es die weiteren Jahre auch noch bleiben. Außerdem sind
genau diese Menschen, die jetzt Kinder und Jugendliche sind, diejenigen, die am längsten mit den klimatischen Folgen, die von uns allen ausgelöst wurden und werden, leben müssen.

Obwohl eine Demonstration nicht alles von einem Moment auf den anderen ändern kann, ist es für alle Jugendlichen der Erde wichtig zu zeigen, dass sie Interesse daran haben, etwas zu ändern. Um den Menschen zu zeigen, dass ich als Jugendliche ausführlich über den Klimawandel nachdenke und auch versuche, die Klimaerwärmung zu reduzieren, möchte ich bei solch einer Demonstration auf jeden Fall teilnehmen.

Das Thema Erderwärmung betrifft jeden: uns, unsere Kinder, unsere Nachbarn, die Weltbevölkerung, denn wir alle leiden schon unter den Folgen wie Dürren, Stürme und Überschwemmungen, die wir uns selbst und unseren Mitmenschen angetan haben.
Deswegen appelliere ich hiermit an Sie, meine Leserinnen und Leser, dass Sie, wenn Sie sich um die Zukunft aller sorgen und zum
Klimaschutz beitragen wollen, heute beim internationalen Aktionstag für das Klima teilnehmen und Schüler und Schülerinnen nicht als Schulschwänzer verurteilen, sondern sehen, was sie sind: die besorgte Zukunft unserer Welt.

Lara Asinger,
Schülerin einer BHS,
per E-Mail

Zum Artikel von Petra Tempfer,
9. März

Moderne Eltern ohne
Zeit für ihre Kinder

Die alte Mär von der Rabenmutter sollte schleunigst auf den Rabenvater ausgedehnt werden. Beide können nur "gute" Eltern werden, wenn die Regierung und die Wirtschaft ihnen erlauben, sich die Kindererziehung zeitlich halbe-halbe aufzuteilen.

Momentan läuft die Entwicklung gegenteilig: 60-Stunden-Wochen bedingen mehr Teilzeitarbeit eines Partners, meistens der Mutter, ebenso der zögerliche Ausbau von Ganztagskindergärten und Schulen, und es gibt noch immer keine Harmonisierung der Schulferien mit den Urlaubsansprüchen der Eltern.