Eine dritte Piste für den Flughafen Wien-Schwechat

Die derzeit geübte Flugwut der Menschen in Europa wird beziehungsweise muss sehr bald ein Ende finden. Denn wie sollen wir die in Paris beschlossenen Umweltstandards erreichen, wenn geflogen wird, was das Zeug hält? Es ist wunderschön, wenn eine große Anzahl von Bürgern dem Wunsche nachgehen kann, andere Städte und Regionen unseres Planeten kennenzulernen, und dies noch dazu zu sozialverträglichen Preisen. Aber ökologisch ist das eine Katastrophe!

Wir müssen für Flugzeuge alternative, umweltverträgliche Antriebe erfinden oder den Flugverkehr eben extrem reduzieren. Erst wenn die Frage des alternativen Antriebs gelöst ist, werden wir sehen, welche Abflug- und Landebahnen wir für diese Flugzeuge brauchen werden. Dann erst stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit und Ausgestaltung einer dritten Piste.

Einer dritten Piste für Wien-Schwechat scheint nichts mehr im Weg zu stehen. - © afp/dpa/Silas Stein
Einer dritten Piste für Wien-Schwechat scheint nichts mehr im Weg zu stehen. - © afp/dpa/Silas Stein

MR Prof. Dr. Peter Kotschy,

1070 Wien

Zum Gastkommentar von
Barbara Teiber, 19. März

Diskussion um eine Reform
des Pensionssystems

Dass ausgerechnet die Gewerkschaft ausrückt, um das defizitäre heimische Pensionssystem zu verteidigen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Als Vertreterin der kleinen Leute sollte es doch gerade ihr ein großes Anliegen sein, das Pensionssystem nachhaltig abzusichern. Die GPA-Vorsitzende Barbara Teiber kritisiert einen Kommentar von uns, ohne ein einziges stichhaltiges Argument zu den vermeintlichen "vier Mythen" vorzubringen. Es geht aber nicht um Mythen, sondern um Fakten, die da wären:

Die Pensionsausgaben der öffentlichen Hand sind im internationalen Vergleich bereits vor der Pensionswelle der Babyboomer enorm hoch und werden von zahlreichen wissenschaftlichen Institutionen als Risiko für die heimischen Staatsfinanzen klassifiziert. Niemand redet einer Privatisierung des Pensionssystems das Wort, vielmehr geht es darum, das öffentliche Umlagesystem zu stabilisieren und für nachkommende Generationen leistbar zu halten. Das Ziel der Gewerkschaft scheint klar: Arbeitnehmer sollen ungehindert in Frühpension geschickt werden können, koste es, was es wolle.

Nun überrascht es nicht, dass Frau Teiber ihren Gastkommentar mit einem Untergriff ("neoliberale PR-Agentur") beginnt. Bemerkenswert ist, dass der ÖGB "seine" Arbeitnehmer nicht im Blick hat. Denn sie stützen Monat für Monat das Pensionssystem im Umfang von 22,8 Prozent ihres Bruttolohns. Sollten sich die Sozialpartner ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen wollen, steht die Agenda Austria mit ihren Experten gerne zur Verfügung.