Keine Schiffe zur Rettung
von Bootsflüchtlingen

Der Stopp des Marineeinsatzes im Mittelmeer durch die EU bei Beibehaltung der Luftraumüberwachung ist an Zynismus und Torheit kaum mehr zu überbieten. Eine geistige und moralische Mattheit scheint sich von Großbritannien ausgehend über den Kontinent zu verbreiten.

Anna Kaltenböck und

Bernd Stanzel, per E-Mail

Flüchtlingspolitik und Brexit-Abstimmung

Klar, der britische Eiertanz um den Brexit gleicht schon lange einer Erpressung Großbritanniens und Europas durch politische Hasardeure. Und trotzdem erfasst diese Sicht nur Teile des Geschehens.

Ursächlich für die unselige Entwicklung auf der Insel ist nämlich nicht zuletzt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel mit ihrer verantwortungslosen Flüchtlingspolitik ab September 2015. Das hatte zur Folge, dass Ukip & Co. auf ihren Wahlkampfbussen Flüchtlingsströme aus Richtung Europa auf dem Weg nach Großbritannien abbildeten. Und genau das trug nicht zuletzt zum "Leave"-Voting der Engländer bei, dessen Auswirkungen nun die komplette EU treffen.

Aber dies wollen einige nicht hören. Es passt manchen, vor allem in Deutschland, nicht in den Kram. Und die werden heuer nach den Wahlen zum Europäischen Parlament und in den neuen Bundesländern wieder fassungslos über die Wahlergebnisse lamentieren.

Claus Reis,

D-91126 Schwabach

Zum Gastkommentar von D. Steiner und Ch. Kaiserseder, 28. März

Der Klimawandel als politisches Argument

Es geht weniger um die "Leugner" des Klimawandels, sondern um dessen sachlich richtige Einschätzung und vor allem um Ursachen und Wirkungsmechanismen. Die Biografie dieses Planeten hat hinlänglich bewiesen, dass es eine natürliche Klimaveränderung gibt, die auch ohne Technik des Homo sapiens immer wieder stattgefunden hat. Erst dann kommt die vom Menschen unbeabsichtigt generierte Klimabeeinflussung, wobei der Individualverkehr und da wieder der private Autoverkehr eine nachgeordnete Rolle spielen.

Solange der Klimawandel als Geschäftsmodell herhalten muss, Stichwort CO2-Zertifikate, oder für politische Ziele instrumentalisiert wird, wird es fachlich fundierte Kritik geben. Und wenn die beiden Autoren Wohlstandsfaktoren wie individuelle Mobilität, Internetzugang oder behagliche Raumtemperaturen in Frage stellen, ist die Gesellschaft bald unterwegs ins Neandertal, wo es das alles nicht gab.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Verluste durch eine Betriebspension

Ich bin seit neun Jahren Pensionist nach einem langen Siemens-Österreich-Berufsleben. Die ursprüngliche Firmenpension (zusätzlich zur ASVG-Pension) wurde vor etwa 20 Jahren - leider auch durch meine Zustimmung - in eine Betriebspension über eine Pensionskasse umgewandelt. Die damals errechnete Firmenpension ist heute durch alle paar Jahre erfolgte Erniedrigungen (ohne Berücksichtigung der Inflation) um mindestens 25 Prozent niedriger, und nach der neuesten Mitteilung vom Beginn 2019 ist heuer wieder mit circa 11 Prozent "Anpassung" - besser passt: "Erniedrigung" - zu rechnen.

Das ist ein großer Frust für uns Leistungsberechtigte dieser Pensionskassen, aber natürlich auch für alle noch im Berufsleben Stehenden, deren Firmen heute Beiträge in diese Pensionskassen abführen. Diese Art der Pension ist keine Zukunftssicherung. Es ist dringend notwendig, dass sich die Politik ernsthaft dieses Pensionskassengesetzes annimmt. Es kann nicht gerecht sein, dass alle Risiken eines mangelhaften Gesetzes nur Pensionsbezieher tragen.

Dipl.-Ing. Wolfgang Flandorfer,

2000 Stockerau