Alkohol und Wintersport

Die Themen "Doping", "Abhängigkeitsmechanismen im Sport" und der Machtapparat ÖSV sowie die Lektüre der Sportgeschichte des Johannes Dürr wühlen und werfen Fragen auf, für deren Beantwortung es wohl gewichtiger Stimmen im Lande bedarf.

Es trug sich zu, dass wir unlängst mit unserem fünfjährigen Sohn an einer gesperrten Piste eines ruhmreichen Skigebietes standen und auf Nachfrage, wie lange diese für eine offensichtlich professionell agierende Truppe von Rennläufern ermöglichte Sperre bestehen würde, bekamen wir die Auskunft, dass hier Werbeaufnahmen für Gösser-Bier mit einigen aktiven und pensionierten ÖSV-Stars gedreht und dies wohl noch einige Stunden dauern würde.

Der völlig perplexe Ausruf unseres Fünfjährigen lautete: "Aber Mama, auf der Piste darf man doch kein Bier trinken?!"

Die Bagatelldroge Alkohol zu bewerben und damit zu verharmlosen und im selben Atemzug Sportler zu verdammen, ja gesellschaftlich wie sportlich zu vernichten, die sich in erster Linie selbst gefährden, um für sich und den in Österreich wohl erstrebenswertesten Ruhm einzufahren, nämlich den sportlichen, spiegelt eine Bigotterie wider, der ein Ende gesetzt werden muss, will man seinen Kindern und Kindeskindern offen in die Augen schauen können.

Die Forderung nach einem Rückzug von Alkoholwerbung, insbesondere im Sportmilieu, und einem rigorosen Durchgreifen bei Saufgelagen auf den österreichischen Skihütten ist an die Verantwortlichen im Gesundheits-, Sport-, Wirtschafts- und Innenministerium (Exekutive) zu stellen. Die Formel 1 schaffte es, Marlboro aus dem Rennen zu kicken. Es ist Zeit für eine Zeitenwende, und für das Ende eines alten weißen Mannes an der Spitze des österreichischen Wintersportes.

Dr. Elisabeth Gruber,

per E-Mail

Der Borkenkäfer - ein Freund, kein Feind des Waldes

Der Borkenkäfer ist kein Schädling, sondern ein Nützling! Der Käfer, der zur Unterfamilie der Rüsselkäfer zählt, arbeitet Schadholz auf, um neuen und gesunden Bäumen einen Lebensraum zu bieten. Kräftige Bäume haben einen natürlichen Schutz durch Harzbildung und werden von Borkenkäfern nicht befallen.

Was ist also das Problem? Wie könnte es anders sein, die Ursache des Problems liegt beim Menschen, der wider jede Vernunft Monokulturen anlegt. Bereits vor 20 Jahren habe ich in der Schule gelernt, wie schlecht Monokulturen sind. Monokulturen sind durch deren Einseitigkeit im Anbau sehr krankheits- und somit schädlingsanfällig. Trotzdem werden weiter Monokulturen angelegt, um im wirtschaftlichen Rahmen den weltweiten Hunger nach Ressourcen stillen zu können.

Es wird sich auch zukünftig nichts ändern, solange die Weltbevölkerung nicht wieder auf ein gesundes Maß schrumpft. In der Masse ist der Mensch der Schädling!

Ing. Stefan Hahnekamp

7000 Eisenstadt

Klimakatastrophe - was tun?

Die einzige wirksame Maßnahme gegen die Klimaänderung ist es, die vielen Milliarden Tonnen Kohlenstoff, die wir in die Atmosphäre entlassen haben, wieder in die Erde zurückzubringen.

Mehr Pflanzen, daher mehr Photosynthese, bringen den Kohlenstoff wieder aus der Luft. Mehr Input von Fachkräften wird es erfordern, dass der damit fixierte Kohlenstoff in die Erde vergraben werden muss. Zur notwendigen Durchführung dieser Maßnahme bedarf es der Diskussion.

Dr. Ernst Fiala,

per E-Mail

Zum Artikel von Christian Rösner, 9. April 2019

Der Heumarkt - ein Dilemma

Bürgermeister Michael Ludwig will eine Aussage über den Heumarktturm und somit über das Weltkulturerbe hinauszögern, bis er nicht mehr Bürgermeister ist. Was soll so ein Management-Plan bewirken?

Bereits am 25. September 2014 gab es eine Demo mit Prof. Lötsch und unter dem Ehrenschutz des damals noch lebenden Prof. Ernst Fuchs. Weder Maria Vassilakou, noch Christoph Chorherr, noch Michael Häupl oder sonst jemand von der Stadtregierung zeigten sich damals beim Rathaus. Ein Placido Domingo und hunderte Kulturschaffende haben sich seither gegen dieses Unternehmen gewandt. Nur der Wiener Gemeinderat von Rot und Grün (großteils) hat die Flächenwidmung dem Investor genehm geändert.

Was Herr Tojner da als Architektur bezeichnet, ist nur eine abgrundtiefe Scheußlichkeit. Es geht nicht nur um den Blick vom Belvedere aus, es haut mich auch heute bereits um, wenn ich aus dem Stadtpark kommend das Hotel sehe. Und jetzt soll dieser Schmarren noch um etwa 50 Prozent höher werden? Nicht nur von oben, auch von unten eine Scheußlichkeit. Warum stellt man so einen Turm nicht zwischen Rathaus und Burgtheater auf? Weil er nicht dorthin passt. Genauso passt dieser Turm nicht zwischen Stadtpark und Konzerthaus.

Peter Jürß,

1160 Wien