Ein Symbol der
europäischen Kultur

Notre Dame von Paris hat neben der kunstgeschichtlichen eine unvergleichliche symbolische Bedeutung. Als Symbol der einheitlichen christlichen Kultur, die uns hier im Kern Europas alle einmal verbunden hat. Einer christlichen Kultur, die sich über die heute bestehenden Grenzen hinweggesetzt hat. Einer Geisteskultur, die jahrhundertelang für die Menschen zentral für ihr Leben war. Die Einheit, ja Einheitlichkeit im Leben und in der Lebensführung bedeutet hat. Jahrhundertelang.

Und Notre Dame ist das äußere Symbol dieser Gläubigkeit, dieses Vereintseins der ganzen damaligen Christenheit des Mittelalters. Kein anderes Gotteshaus auf dem Kontinent hat diese Bedeutung gehabt. Da kommt selbst der Petersdom in Rom nicht mit, der einer späteren, schon viel weltlicheren Welt- und Geisteshaltung angehört.

Notre Dame ist das Symbol der christlichen abendländischen Kultur wie sonst nichts anderes. Und das ist Notre Dame auch geblieben, als die Kathedrale in der Französischen Revolution entweiht wurde, als die Gesellschaft ihre mittelalterliche Gläubigkeit verloren hat. Wenn uns die Aufrechterhaltung unserer abendländischen Kultur noch etwas bedeutet, dann werden wir Europäer immer zu Notre Dame aufschauen als dem Symbol unserer Kultur und der Einheit unseres kulturellen Erbes.

Peter F. Lang,

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Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 13. April

Der Verfassungsschutz im politischen Intrigenspiel

Schon seit dem BVT-Untersuchungsausschuss wundere ich mich, dass ein Geheimdienst derart in der Öffentlichkeit zerlegt werden kann. Bei uns wird aus dem Geheimdienst ein Öffentlichkeitsdienst.

Besonders dramatisch scheint mir aber auch, dass es im BVT oder anderen staatlichen Stellen Beschäftigte gibt, die an Leute wie Peter Pilz oder den "Falter" Informationen weitergeben, die dann in der Öffentlichkeit breitgetreten werden, mit dem Ziel, Politik zu betreiben.

Wenn wir in der Welt ernstgenommen werden wollen, gehört diese Methode der Politik eigentlich ins Strafregister. In den USA hätten die Informanten langjährige Haftstrafen, wenn nicht gar die Todesstrafe zu erwarten.

Dkfm. Gerhard Suppin,

per E-Mail

Zum Interview von
Eva Stanzl, 13. April

Unser zerstörerisches Wirtschaftssystem

Dass wir mit unserem Wirtschaften auf dem Weg sind, unseren Nachfahren zunehmend weniger Gutes zu hinterlassen, ist leider eine unleugbare Tatsache. Genügen einige Verbesserungen? Gewiss nicht! Denn sowohl der private als auch der staatliche Kapitalismus verursachen nicht wenig Verderbliches und sind am Ende tödlich. Also bedarf es entscheidender Schritte zu einem Systemwandel.