Maßnahmen gegen
den Ärztemangel

Ärztemangel: Diese Schlagzeilen gibt es schon lange. In den 1970er Jahren haben übergescheite Politiker die Jugend davor gewarnt, nur nicht Medizin zu studieren, wir bekämen eine "Ärzteschwemme". Und jetzt ist es schon fast umgekehrt. Die Kassenärzte sind großteils schon pensionsreif, am Land werden sie immer rarer und die jungen Mediziner tendieren stark zum System Wahlarzt.

Gerade das Medizinstudium kostet den Staat pro Kopf und Nase viel Geld. Es gäbe schon eine Möglichkeit, um das zu ändern: Jeder Medizinstudent müsste sich vertraglich verpflichten, wenn er berufstätig wird, einen gewissen Teil in monatlichen Raten zurückzuzahlen, und wenn er einer Berufung ins Ausland folgt, dann ist der Betrag sofort fällig. Ebenso hat er eine bestimmte Zeit als Kassenarzt zu arbeiten, besonders auf dem Land. Erst wenn er keinen Kassenvertrag bekommt, kann er auch Wahlarzt werden.

Franz Schramböck,
4030 Linz

Eine Frage des
Taktgefühls

Mit der nicht nur rechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern hatte ich nie Probleme. Ich (Jahrgang 1934) habe als Kind gelernt, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und man sich über unterschiedliche Eigenschaften nicht abschätzig äußern sollte.

Umso mehr befremdet mich, dass Menschen, die für diese Haltung einzutreten vorgeben, von "alten weißen Männern" in einer deutlich abschätzigen Weise sprechen, von der ich mich als 84-jähriger Mann mit "weißer" Hautfarbe in dreifacher Weise als diskriminierend mitgemeint ansehen muss. Glücklicherweise bin ich kognitiv und emotiv ausreichend mit Humor ausgestattet, um darüber lächeln zu können.

Ich rege daher an, den "alten weißen Mann" zum Unwort des Jahres vorzuschlagen und denjenigen, die ihn bewusst oder auch gedankenlos gebrauchen, klarzumachen, worin Political Correctness, die man früher "Taktgefühl" genannt hat, wirklich besteht.

Helmut Hofmann,

per E-Mail

Zum Artikel von Benjamin
Schacherl, 20. April

Eine Fußball-Legende
aus Meidling

Herzlichen Dank für die Reportage zu Turl Wagner - für alle Fußballbegeisterten ein Genuss!

Sabine Edith Braun,

1210 Wien