- © APA/ROBERT JAEGER
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Überraschendes Ende
für den Life Ball

Ich war ausgesprochen verblüfft, dass dem Life Ball die Sponsoren ausgingen, schien er doch eher von einer (vermögenden) "Elite" getragen. Und Politik und Medien taten wohlwollend das Ihre. Dabei wirkte der wohltätige Zweck, die HIV-Hilfe, immer überdimensioniert, denkt man an die Krankheitsverbreitung im Vergleich etwa mit Malaria, die eine um Potenzen höhere Menschenanzahl (oft tödlich) heimsucht.

Jürgen Jauch,

4040 Linz

Mehr Gelassenheit in
Politik und Journalismus

Natürlich sind politische Extreme verstörend, wenn die politische Mitte zu keinem ausgeglichenen Kompromiss findet und folglich ein Part der politischen Mitte mit einem Randpartner koaliert: Von den Mandaten her reicht es für Mitte-Rechts, für Mitte-Links eben nicht. Ob dies Grund genug ist, sich in Permanenz zu erhitzen, sodass kein politischer Akt mehr ohne Wut und nahezu hysterisch aufgeschaukelte Aggressivität möglich ist?

Der Bundespräsident warnt zu Recht vor einer Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas und betont die Aufgabe von Journalismus, hinterfragen zu dürfen, ja zu müssen. Die Frage ist wohl das Wie und ob der mediale Stil mit Suggestivfragen, brachialen Wortunterbrechungen und Dis-Eleganz das richtige Zeichen von Qualitätsjournalismus ist. Moderateres Auftreten wird allen Verdacht des Mundtot-Machens verstummen lassen. Die Bevölkerung nimmt’s, hat man den Eindruck, eher gelassen, Gott sei Dank!

Wolfgang Riemer,

per E-Mail

Zum Artikel vom 9. Mai

Der zukünftige Einsatz intelligenter Roboter

Wenn man an der dem Artikel zugrunde liegende Diskussion teilgenommen hat, gibt es ein paar Worte mehr zu sagen: Die Moderation von Eva Stanzl war ausgezeichnet! Schon deshalb, weil es ihr gelungen ist, die gedanklichen "Ausflüge" der Philosophin Janina Loh immer wieder einzufangen und auf den Punkt zu bringen. Der Vortrag von Mattei Capatu war sehr interessant; jedoch hatte er, nachdem Janina Loh dazu Stellung genommen hat, kaum noch etwas zu sagen.

Christian Kienesberger hat in seinem sehr interessanten Vortrag einen wichtigen Punkt angesprochen, der leider nicht weiter behandelt wurde. Es ging um die Schwierigkeiten bei der Einführung "intelligenter" Systeme im Gesundheitsbereich, bei deren Akzeptanz und der Bereitschaft der beteiligten Personen, Schulungen anzubieten und an Schulungen teilzunehmen. Das sind jedoch für die Nutzung dieser Systeme unbedingte Voraussetzungen! Erst danach ist zu klären, welche ethischen und rechtlichen Probleme zu lösen sind und welche Kontrollen dann vorhanden sein müssen.