Leserreaktionen zum Ibiza-Video und den Folgen

Ausnahmezustand in Österreich! Unser Land darf nicht weiter destabilisiert und zum Gespött gemacht werden. Das Säen von Unfrieden, von Hass und Neid muss aufhören! Seriöse Politiker sind gefragt; sie müssen dem Rabaukentum endlich massiv entgegengetreten.

Ing. Egon Hofer,

9063 Maria Saal

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Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Sauberen und Anständigen mit Kreuzesschmuck als Feigenblatt sich selbst auflösen. Wenn der Fisch vom Kopf her stinkt, dann ist er tot und muss entsorgt werden. Nur wenn diese Partei mit neuen Köpfen und Statuten auf den Kopf gestellt wird, kann sie sich noch politisch einbringen. Die unzähligen Christen, die in Blau ihren Bannenträger vermuteten, wurden hier besonders enttäuscht.

Dass diese Eiterblase erst unmittelbar vor der EU-Wahl zum Platzen gebracht wurde, lässt vermuten, dass dieser aufdeckende Geniestreich nicht von Österreich aus gelenkt wurde.

Dr. Gernot Zumtobel,

6840 Götzis

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Dieser pünktlich zur EU-Wahl hochgekochte Skandal offenbart eines: Die Politik ist ein Haifischbecken, in dem die Gegner mit allen Mitteln arbeiten, um ihre Opponenten auszuschalten. Wer allerdings so dumm ist, sich dermaßen aufs Glatteis führen zu lassen, der hat es auch nicht anders verdient. Es ist kein Wunder, dass immer mehr Menschen sich von der Politik abwenden. Die Entscheidung von Sebastian Kurz zu Neuwahlen war richtig, bei seiner Beliebtheit traue ich ihm die absolute Mehrheit zu.

Ernst Pitlik,

1220 Wien

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Dieses Video von Ibiza zeigt, wie unsere "neoliberale Politik" in Österreich tickt. Da gibt sich die FPÖ heimatverbunden, als Arbeiterpartei und Partei der "kleinen Leute". HC Strache spricht in der Aufzeichnung von illegalen Spenden, die in die Millionen gehen, vom Übernahmeversuch der größten Tageszeitung und von manipulierter Auftragsvergabe für die Wirtschaft. Die Welt stellt jetzt Österreich als korruptes Land dar.

Karl Halmann,

2700 Wiener Neustadt

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Wenn ich die Reaktionen aus dem Ausland lese, fällt mir Alexander Puschkin ein: "Natürlich verachte ich unser Vaterland vom Kopf bis zu den Zehen. Aber es ist mir aufs Äußerste zuwider, wenn ein Ausländer dieses Gefühl mit mir teilt."

Helmut Hartmann,

per E-Mail

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So wie sich Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus auf Ibiza verhalten haben, braucht niemand mit ihnen Mitleid zu haben. Sie haben aber die ganze Republik in Mitleidenschaft gezogen, und damit wird eine andere Facette dieser ungustiösen Videostory offenbar. Solange man die Frage, wer dieses Video veranlasst beziehungsweise organisiert hat, nicht beantworten kann, bleibt der gefährliche Hintergrund, dass gewisse Kräfte in der Lage sind, politische Situationen in dem einen oder anderen Land nach Belieben zu stören. Und deshalb wäre es unbedingt wichtig, die Urheber und die eventuellen Anstifter für diese Aktion zu finden und zur Verantwortung zu ziehen. Das wäre im gesamteuropäischen Interesse!