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Das Wohl des Landes
steht an erster Stelle

In spätestens vier Monaten wird ein neuer Nationalrat gewählt. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob die derzeit im Nationalrat vertretenen Parteien bereit sind, zum Wohl Österreichs auf parteipolitische Vorteile zu verzichten. Die vom Altbundespräsidenten Heinz Fischer vorgeschlagene Verpflichtung, in der Zeit, bis eine neue Regierung steht, keine Gesetze mit langfristigen finanziellen Folgen zu beschließen, ergibt sich von selbst. Ohne Mehrheiten kann man keine Gesetze beschließen.

Statt zusätzliches Unheil anzurichten, sollten die Parteien die Zeit bis zu den ohnehin bald stattfindenden Wahlen nutzen, die Wähler durch verantwortungsvolles Verhalten und mit positiven Argumenten für sich zu gewinnen. Es ist leicht, Öl ins Feuer zu gießen, aber ist sehr schwer, das Feuer wieder zu löschen.

Gottfried Stögner,

4600 Thalheim

Das Ibiza-Video zeigt
die politische Praxis

Nach 23 Untersuchungsausschüssen zur Ermittlung in Skandalen, in welche vermutlich Regierungsparteien unterschiedlicher Couleur involviert waren, bringt das Strache-Video inhaltlich keine wirklich neuen Erkenntnisse zu Tage, sondern zeigt lediglich die Fortsetzung einer augenscheinlich parteiübergreifenden Praxis. Neu sind allenfalls die Methoden, mit welchen gegen politische Gegner vorgegangen wird.

Mag. Michael Müllner,

3830 Waidhofen an der Thaya

Warum wurde das Video
nicht früher veröffentlicht?

Herr und Frau Österreicher würden gerne wissen, wer hier im Land umrührt. Auch Peter Pilz stellt sich die Frage: "Warum wurde das Material zwei Jahre zurückgehalten, anstatt es vor der Wahl 2017 in Umlauf zu bringen und den Wahlerfolg Straches zu verhindern?" Und ich, als gewöhnlicher Bürger ohne politische Funktion, würde ebenfalls gern wissen: Wer treibt solche Spielchen mit meinem schönen Heimatland?

Willi Kramer,

per E-Mail

Sebastian Kurz hat
richtig gehandelt

Aus der deutschen Ferne verfolge ich mit Interesse die Vorkommnisse in Österreich, habe ich doch österreichische Wurzeln. Sie können stolz auf Ihren Bundeskanzler sein, der geradlinig und mit Haltung Österreich dient. Das Innenministerium nicht mit der Aufklärung der Ibiza-Affäre zu betrauen, war völlig richtig.