Asylwerber erhalten nur
ein symbolisches Entgelt

Sehr geehrte Redaktion, könnten Sie bitte so freundlich sein und Ihre Leser darauf aufmerksam machen, dass der vom ehemaligen Innenminister per Verordnung kundgemachte Satz von 1,50 Euro pro Stunde für Asylwerber bei gemeinnützigen Tätigkeiten kein Stundenlohn ist? Es ist ein symbolischer Betrag für geleistete Arbeit, alle anderen Dinge werden vorher durch andere Zahlungen abgedeckt.

MR Prof. Dr. Peter Kotschy,

per E-Mail

Die EU steht vor
zahlreichen Problemen

Französische Soldaten sterben in Mali. Sie kämpfen dort in einem Umfeld von Chaos, Flucht und Migration gegen Terroristen oder organisierte Kriminelle.

Die Böden Europas sind zu 70 Prozent unfruchtbar geworden nach Jahrzehnten industrialisierter, unwirtlicher Landwirtschaft.

Tourismus, Verkehr, Landverbrauch, Verschmutzung der Ozeane, Abholzung der Urwälder nehmen zu - trotz Erderwärmung.

Dem Schulwesen Europas gelingt es nicht, das sprachliche Korsett der Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts abzulegen.

Die Industrie jagt der Schimäre des quantitativen - anstatt qualitativen - Wachstums nach, als ob nichts geschehen wäre.

Statt in mühsamer Einheit die Wirtschaft Europas zu erneuern und zugleich in Afrika und im Mittleren Osten präsent zu sein, hört man auf die Schalmeien Wladimir Putins, Donald Trumps und Xi Jinpings. Und auf die Populisten im eigenen Haus.

Die Europäische Union und die Welt verdienen etwas Besseres - und brauchen es.

Willibald Feinig,

6844 Altach

Zum Leitartikel von
Walter Hämmerle, 17. Mai

Die Causa Eurofighter
hat eine neue Facette

Walter Hämmerle meint, die Eskalation im Justiz-Ressort (die Korruptionsstaatsanwaltschaft hat Justiz-Generalsekretär Christian Pilnacek und Mitglieder der Oberstaatsanwaltschaft Wien wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch angezeigt, Anm.) wäre "Gift für das Vertrauen der Bürger". Ich bin gegenteiliger Ansicht. Nach allen "Fortschritten" in der Causa Eurofighter, in der man es seit 2002 nicht einmal noch zu einer Entscheidung über eine Anklage gebracht hat, dem Gemurmel über Verjährung und ähnlichem lässt dieser Justiz-interne Schritt wieder hoffen, dass es doch noch zu einem richterlichen Urteil kommen könnte.

Dr. Peter Mitmasser,

2351 Wiener Neudorf