Die Regierung von Sebastian Kurz wurde vom Parlament abgesetzt. - © apa/Roland Schlager
Die Regierung von Sebastian Kurz wurde vom Parlament abgesetzt. - © apa/Roland Schlager

Ein Misstrauensantrag
zum Schaden der SPÖ

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Am Montag lief im Parlament alles so ab, wie es sich Sebastian Kurz vorgestellt hat. Ihm war natürlich bewusst, dass mindestens eine der Oppositionsparteien einen Misstrauensantrag stellen würde. Dass die SPÖ nach dem miserablen Ergebnis der EU-Wahl allerdings den Kardinalfehler beging und einen Misstrauensantrag gegen die gesamte Regierung einbrachte, hätte er sich nicht träumen lassen.

Die österreichischen Wählerinnen und Wähler sind sehr wohl in der Lage, zwischen notwendigem Handeln und Verzweiflung zu unterscheiden. Bei der kommenden Wahl wird die SPÖ dasselbe Schicksal ereilen, wie es die SPD bei uns in Deutschland ereilt hat.

Michael Isak,

per E-Mail

Das zu erwartende
Misstrauen der Opposition

Wer hat sich nur diesen Schwachsinn ausgedacht, dass man die Opposition in einem Parlament fragt, ob sie Vertrauen (!) in die Regierung habe? Wer erwartet darauf eine positive Antwort? Und im vorliegenden Fall ging es doch nur um die befristete Tolerierung einer administrativen Übergangsregierung!

Dr. Alexander Micke,

1190 Wien

Unwürdiges Benehmen
von SPÖ und FPÖ

Die Abgeordneten von SPÖ und FPÖ haben bewiesen, dass wir beleidigte Leberwürste im Parlament sitzen haben. Was haben wir denn da gewählt? Und wenn der Herr Bundeskanzler nicht lieb zu Herbert Kickl und Pamela Rendi-Wagner ist, muss er - und mit ihm gleich die gesamte Bundesregierung - weg.

RgR Ernst Wiedermann,

per E-Mail

Nur geringe Verluste
der FPÖ bei der EU-Wahl

Es ist bezeichnend, dass die FPÖ trotz des Megaskandals bei der EU-Wahl nur wenig verloren hat. Offenbar erwarten sich die Kernwähler ohnehin nichts anderes von ihrer Partei. Jene, die das Ibiza-Video doch nicht so gut fanden, verhalfen den Türkisen zu einem Rekordwahlsieg. Schließlich bietet ÖVP-Obmann Sebastian Kurz den gleichen flüchtlingsfeindlichen Rechtspopulismus an; allerdings in zivilisierterem Gewand.

Dr. Heinz Högelsberger,

1190 Wien

Zusammenlegung von Nationalrats- und EU-Wahlen

Auch diesmal gab es bei den EU-Wahlen sehr viele Nichtwähler. Es wäre sinnvoller, die Nationalrats- und EU-Wahlen gleichzeitig abzuhalten und das Ergebnis der Nationalratswahl auch als Ergebnis für die EU-Wahl gelten zu lassen. Es wäre billiger und würde den Wählerwunsch besser abbilden als Wahlen, zu denen fast die Hälfte der Wahlberechtigten nicht hingeht.

Ernst Pitlik,

1220 Wien

Der eigentliche Skandal
rund um das Ibiza-Video

Es ist sicherlich eine interessante Geschichte, wer hinter der ganzen Aktion stand. Der eigentliche Skandal ist das aber natürlich nicht. Der ist und bleibt das Verhalten von Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus. Der Skandal ist auch nicht ein moralischer, dann alle Parteien haben gemeinnützige Vereine in ihrem Dunstkreis. Der Skandal ist, dass sich solche Personen in die Parteispitzen hochdienern können.