5020 Salzburg

Der Politik ins
Gewissen geredet

Sehr geehrte Frau Politikerin!

Sehr geehrter Herr Politiker!

Ich freue mich darauf, während des Wahlkampfes ein trockenes Kipferl von Ihnen geschenkt zu bekommen, während mir aus jedem Bildschirm PolitikerInnen mit flotten Sprüchen zuwinken und ich auf den nächsten Beschluss warte, der mir wieder Geld aus der Tasche zieht.

Ich würde gerne PolitikerInnen jeder Partei in einem Raum und mit einem Thema einsperren und sie erst wieder freilassen, wenn das Thema besprochen und eine Lösung gefunden ist, welche auch noch die nächste Regierung übersteht. Vielleicht kann hier unsere Verfassung ein Auge zudrücken.

Bei der Diskussion der Spitzenkandidaten zur EU-Wahl ist ein guter Satz gefallen: "Hier gibt es unterschiedliche, gute Vorschläge, die gehören gebündelt." So würde ich mir Politik vorstellen. Aber die Politik steht sich leider, mit ständigem Blick auf die nächste Wahl, selbst im Weg.

Ich bin eine Stimme des Volkes, ich bin Ihr Arbeitgeber, ich möchte, dass Sie arbeiten - konstruktiv, zielorientiert, gemeinsam.

Hannes Zöchmeister,

per E-Mail

Zum Gastkommentar
von Max Haller, 28. Mai

Eine Wahlpflicht für
die Europäische Union?

Ein klares Nein! Eine echte Demokratie braucht keinen Zwang zu den Wahlurnen. Ob jemand an Wahlen teilnehmen möchte oder begründet eben nicht, hat man gefälligst dem einzelnen Bürger, der einzelnen Bürgerin selbst zu überlassen - denn das ist ebenfalls eine Entscheidung. Und jede Demokratie, die behauptet, eine solche zu sein, wird das spielend aushalten. Europa braucht eher führende Leute, die bereit sind, darüber nachzudenken, warum die Wahlbeteiligung noch bei keiner EU-Wahl so erhebend war.

Herbert Guttenbrunner,

9071 Köttmannsdorf

Zum Gastkommentar von
Hubert Thurnhofer, 21. Mai

Immerwährender Wahlkampfmodus

Eine erfreulich kurze, aber vor allem präzise Zusammenfassung des "Schmierentheaters" der vergangenen Tage und das Versagen des Systems, das sich Demokratie nennt.

E. M. Ramharter,

1230 Wien