Hier findet der Generalsekretär der UNO ein wichtiges Betätigungsfeld, denn die Klimaänderung ist eine globale Erscheinung, die nur im globalen Zusammenwirken gelöst werden kann. Jährlich sind mehr als 10 Gigatonnen Kohlenstoff der Erde zurückzugeben. Das ist die eine große Veränderung, die notwendig ist.

Dr. Ernst Fiala,

2120 Wolkersdorf

Schlägerungen und
neu gepflanzte Bäume

Tausende Bäume mit dichten Kronen wurden heuer in Wien gefällt. Ein Argument ist der Borkenkäfer. Dieser ist jedoch lediglich eine Gefahr bei Monokulturen von Nadelbäumen. Im öffentlichen Raum gibt es hauptsächlich Laubbäume. Ein anderes Argument ist der mögliche Pilzbefall von Eschen. Dabei werden gesunde Bäume umgeschnitten.

Ein weiteres Argument betrifft mögliche Gefährdungen von Spaziergängern. Abgesehen von Unfällen bei Schlägerungen: Wie viele Leute wurden in den vergangenen Jahren in Wien von Bäumen erschlagen? Keine. Bei starkem Wind oder Sturm muss man auch nicht in den Wald gehen.

Jetzt gibt es ein paar Ersatzpflanzungen. Bis daraus Bäume mit ansehnlichen Kronen werden, dauert es Jahre oder Jahrzehnte. Als neueste Entwicklung gibt es die "Wanderbäume". Morgen steht der Hörndlwald am Schwedenplatz - so wird es kommen.

Peter Jürß,

1160 Wien

Eine bedrohliche Baumkrankheit

Ich war vor einem Monat in Südfrankreich. Dort ist ein Großteil der alten Platanen gefällt worden, ein anderer Teil stark beschnitten. Der Kanal du Midi, der berühmt für seine Platanenalleen ist - total beschnitten. Durch die Erderwärmung ist über Spanien die Massaria-Krankheit, für die Platanen anfällig sind, in den Süden Frankreichs gekommen, und sie wird demnächst Mitteleuropa erreichen. Sie bewirkt, dass die starken Äste abfallen.

Ich hoffe, dass die Gemeinde Wien vorbereitet ist und Strategien zur Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten bei Eschen und Platanen hat. Es wäre fahrlässig, wenn jetzt gepflanzte Bäume in 20 Jahren wieder gefällt werden müssten.

Richard Wissinger,

per E-Mail