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Auch Politiker
müssen ehrlich sein

Politiker der Welt, freuen Sie sich, dass Sie bei den Wahlen immer noch Lügen erzählen können: Der High Court of Justice hat das Verfahren gegen Boris Johnson abgewiesen. Johnson hatte behauptet, durch den Austritt Großbritanniens aus der EU würden 350 Millionen Pfund eingespart. Die Zahl wurde von der Opposition bezweifelt und anschließend in einer gerichtlichen Klage angefochten.

Die eigentliche Sorge ist, wie ehrlich Politiker und insbesondere angehende Politiker bei Wahlen sind. Es geht nicht nur darum, Babys zu küssen, Menschen die Hand zu geben oder Geld für marginalisierte Wählergruppen zuzusagen, sondern auch um die Themen, die sie vorschlagen. Vielleicht sollte die Politik nur versprechen, was sie tatsächlich liefern kann.

Dennis Fitzgerald,

Melbourne, Australien

Die Bahn braucht
mehr Kapazitäten

Das Stau-Chaos zu Pfingsten auf der Tauernautobahn war - vor dem Hintergrund der jährlichen Frequenzsteigerungen und der verstärkten Grenzkontrollen - vorhersehbar. Völlig unverständlich ist es, dass die Politik bisher nichts Konkretes unternommen hat, um auf der Tauernbahn - sie ist neben der Semmering- und der Brennerbahn der wichtigste Alpenübergang - eine wirkungsvolle Alternative zu schaffen.

Dringend notwendig wären nach Ansicht von "probahn Österreich" zwei Maßnahmen, die ohne Investitionen in die Infrastruktur sofort zu verwirklichen wären:

Verdichtung es derzeitigen Zweistunden-Takts zu einem Stunden-Takt und

Angebots-Ausweitung im grenzüberschreitenden Verkehr nach Italien und Kroatien, die neben Kärnten die Hauptdestinationen im Urlaubsverkehr darstellen.

Selbstverständlich ist es als positiv zu bewerten, dass ab 2025 aufgrund des Verkehrsdienstevertrags der Verkehr von Wien und Salzburg aus nach Italien verdichtet werden soll. Eine unveränderte Beibehaltung des gegenwärtigen dürftigen Verkehrsangebots bis dahin wäre aber weder markt- noch umweltgerecht - gerade wegen der Probleme des Klimawandels. "probahn Österreich" ruft daher nachdrücklich die Manager der ÖBB und die verantwortlichen Politiker auf, in einer konzertierten Aktion - gegebenenfalls unter Einbeziehung der Region Friaul - Julisch Venetien -, rasch bessere Angebote zu schaffen.

Peter Haibach,

Karl Schambureck,

probahn Österreich