Natur und Wissenschaft
in Einklang bringen

Unsere Denkweise ist viel zu kompliziert und umständlich geworden, wir wollen alles bis ins letzte Detail bewiesen haben, jede Schlussfolgerung zehnmal belegen, damit sie "wissenschaftlich" haltbar ist. Nicht nur die Details, mehr noch die Zusammenhänge sind wichtig zum Verständnis der Dinge - das lernten wir schon in der Realschule vor 65 Jahren.

Wenn wir Menschen uns der Natur wieder annähern möchten, müssen wir das Verbindende suchen, nicht das Trennende definieren. Wir müssen das komplexe Zusammenwirken der natürlichen Prozesse besser verstehen lernen, um die Wirkung unserer technischen Eingriffe in das natürliche Geschehen, von dem wir abhängig sind, wirklich begreifen und so mildern zu können, dass Nachhaltigkeit möglich wird. Forschung also.

Kurt Ruppi,

2320 Schwechat

Über Tierschutz reden
alleine ist zu wenig

So lange sich nichts an den Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung ändert, ist ein schneller Tod womöglich dem wochen- beziehungsweise jahrelangen Leid von Legehennen bis zum Schlachten vorzuziehen. Die Tötungsmethoden sind bei Hennen und Hühnchen sicher auch nicht besser, nur das Leiden davor dauert länger.

Es hilft nur ein radikales Umdenken bei den Haltungsbedingungen, und dies nicht nur beim Geflügel. So lange bleibt als Alternative nur der Verzicht. Die Politik redet viel über Tierschutz, aber es passiert nichts.

Ernst Pitlik,

1220 Wien