Zur Analyse von
Simon Rosner, 1. August

Wer mit wem koalieren
könnte - oder nicht

Ich denke, dass wir den Politikern gehörig auf den Leim gehen. Das ganze Geplänkel um Koalitionsbedingungen ist doch nur inszeniert, um den Wahlkampf am Köcheln zu halten. Die Positionen der Parteien sind bekannt, jeder Wähler hat sich für eine Partei entschieden oder spekuliert eventuell zwischen zwei Parteien. Wir könnten genauso nächsten Sonntag wählen gehen - es ist alles gesagt. Einzig entscheidend ist die Wahlbeteiligung.

Michael Grassberger,

per E-Mail

Zum Gastkommentar von
Gerhard Kohlmaier, 31. Juli

Österreich hat ein Ausgabenproblem

Gerhard Kohlmaier stellt eine unglaublich einseitige Betrachtung der Steuerproblematik an, besondere in Anbetracht der Tatsache, dass Österreich ein Hochsteuerland ist. Wie schon eine sonst nicht besonders glückliche Finanzministerin richtig festgestellt hat, hat Österreich kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Es kommt darauf an, Steuereinnahmen richtig einzusetzen und sie nicht für unrentable oder unsinnige Projekte zu verwenden.

Dr. Hermann Markut,

4600 Wels

Steuererhöhungen
sind kontraproduktiv

Nachdem es in Europa nur ein paar Länder gibt, die Vermögenssteuern einheben (Frankreich, die Schweiz), ist es unerklärlich, wie Österreich mit 1,3 Prozent da am unteren Ende zu liegen kommt. Auch bei der Körperschaftssteuer ist Österreich im oberen Bereich in Europa angesiedelt und eine Senkung wäre sinnvoller als eine Erhöhung. Die Wirtschaft der USA läuft auch deshalb gut, da dort die Körperschaftssteuer gerade von 35 auf 21 Prozent gesenkt worden ist.

Eine Erbschaftssteuer ist meiner Meinung nach völlig kontraproduktiv, denn eine gewisse Unabhängigkeit vom Staat kann man nur durch Vererbung von Vermögen schaffen. Auf eine ausreichende Versorgung in der Pension durch den Staat zu setzten, wird ja immer dubioser.

Natürlich wird auch völlig vergessen, dass der vermögende Teil in Österreich und sonst auf der Welt den Großteil des Steueraufkommens finanziert. Wenn es das nicht mehr gibt, haben wir die katastrophalen Resultate kommunistischer Systeme.

Dkfm. Gerhard Suppin,

per E-Mail