Wie lange noch so oder nur mit kleinen Schritten weiter?

RgR Prof. Reinhard Horner, 1100 Wien

Migration aus
Afrika in die EU

Afrika hat derzeit eine Bevölkerung von 1,2 Milliarden, die aufgrund einer beispiellosen Bevölkerungsexplosion bis 2050 voraussichtlich auf 2 Milliarden steigen wird. Das Wirtschaftswachstum wird mit großer Wahrscheinlichkeit damitnicht Schritt halten können. Wenn dadurch nur 10 Prozent der Bevölkerung unter die Armutsgrenze fallen, müsste Europa 200 Millionen Afrikaner aufnehmen (bei einer EU-Bevölkerung nach dem Brexit von 450 Millionen).

Es ist ersichtlich, dass das Problem der Armut in Afrika durch Migration nach Europa nicht lösbar ist. Sollte sich die Organisation Afrikanischer Staaten aber dazu aufschwingen, afrikanische Lösungen zu erarbeiten, werden wir Europäer bei der Umsetzung sicher Hilfestellung leisten.

Dr. Anton Schmeikal,

per E-Mail

Kein Geld für Sicherheit
auf Bahnsteigen

Der tragische Tod des Kindes in Frankfurt, eines Erwachsenen einige Tage vorher in Deutschland sowie ähnliche Vorfälle in Wiener U-Bahnstationen sind nicht schicksalhaft, sondern werden einfach in Kauf genommen. Natürlich sind die Verantwortlichen kurze Zeit betroffen, aber man könne halt nicht absolute Sicherheit garantieren.

Wirklich? Es gibt viele Länder (eben nicht westliche), da ist in jeder U-Bahnstation der Gleiskörper durch eine gläserne Wand vom Bahnsteig getrennt. Da kann niemand auf die Gleise gestoßen werden. Bei der viel größeren Anzahl von Bahnhöfen im ganzen Land ist diese Vorgangsweise nicht praktikabel, weil zu teuer.

Da gibt es eine andere Regelung: Die Zugspassagiere warten nicht am Bahnsteig auf das Einfahren der Züge, sondern ausnahmslos in den Bahnhofshallen. Ist der Zug zum Stillstand gekommen, wird zuerst ausgestiegen, ist der Bahnsteig leer, werden die Sperren geöffnet und die zusteigenden Reisenden werden zu den Zügen gelassen. Auch in diesem Fall kann niemand vor einen fahrenden Zug gestoßen werden.

Wir leben in reichen Volkswirtschaften, aber für Investitionen in die Sicherheit der Zugs- und U-Bahnbenützer ist offensichtlich kein Geld vorhanden. In Entwicklungsländern schon. Also wird es weiter solche kulturell akzeptierten Menschenopfer geben. Wieder und wieder, es ist nur eine Frage der Zeit.

Franz Medek,

2352 Gumpoldskirchen