Zum Blog von Matthias Bernold,
9. August

Regelmäßige Prüfungen
für alle Verkehrsteilnehmer

Als beruflicher Vielfahrer in Wien beobachte ich ständig, wie Radfahrer rote Ampeln nur als Empfehlung ansehen, Stopptafeln und Vorrangschilder schlicht missachten, ohne Handzeichen abbiegen, mit ihren Handys telefonieren und zur Not auch einmal ein Stück gegen die Einbahn fahren, auch wenn dies - wie in der Burggasse - verboten ist.

Aber auch viele Autofahrer kennen weder gelbe noch rote Ampeln, blinken niemals, fahren auf Autobahnen immer auf der mittleren Spur, auch wenn der rechte Fahrstreifen über Kilometer frei ist, haben keine Ahnung, was eine Rettungsgasse sein soll, und fahren in den Kreuzungsbereich ein, obwohl sie keine freie Fahrt haben.

Vielleicht sollte man alle Verkehrsteilnehmer verpflichten, alle paar Jahre eine Fahrprüfung zu machen? Und bei jedem der oben genannten Vergehen ebenso eine Prüfung ansetzen? Die Straßen wären fast leer und die Prüfer wohl sehr ausgelastet.

Thomas Grün,

per E-Mail

Zum Artikel von Karl Ettinger,
8. August

Beitrag der Kassen
zu Wahlärzten

Als chronisch kranker Steuerzahler besuche ich wöchentlich eine Wahlärztin. Davor war ich bei einem Kassenfacharzt, der unter chronischem Zeitmangel litt und in der Eile wichtige Aspekte übersah. Auch der Familienzahnarzt ist privat. Er nimmt sich Zeit und versucht immer, das Optimum herauszuholen - ohne Zeitdruck.

Die Krankenkasse zahlt ihren Beitrag dazu - manchmal mehr und leider manchmal auch weniger. Selbstverständlich wäre es fein, würden auch die Kassenärzte genügend Zeit für ihre Patienten bezahlt bekommen.

Johannes Leber,
per E-Mail

Anhaltende Proteste
in Hongkong

Ohne Meinungsfreiheit und Mitbestimmung droht die Wiederholung dessen, was den Ostblock zu Fall gebracht hat: fehlendes Engagement und fehlende Produktivität. Wobei noch die Frage ist, ob das nicht auch wegen der faktischen Plutokratie den "freien Westen" genauso treffen kann.

Georg Lechner,

per E-Mail

Gute Freunde -
getrennte Rechnungen

Wird über die Zukunft der EU gesprochen, kommt regelmäßig die Idee der "Vereinigten Staaten von Europa" ins Spiel und wird auf das Beispiel der USA hingewiesen. Dabei wird auf ein wesentliches Moment bei der Konstruktion der Vereinigten Staaten von Amerika vergessen: Gute Freunde - getrennte Rechnung. Nie würde es den wohlhabenden US-Staaten einfallen, einem Pleitestaat wie etwa Kalifornien aus der Patsche zu helfen.

Das ist ganz gegensätzlich zum realen Prinzip der EU. Da springen die reichen Staaten für die Schulden eines ärmeren ein - und befreien beispielsweise die Bankgläubiger Griechenlands von ihren Sorgen. Es wird noch mehr Griechenlands geben. Der Norden rettet den Süden. Ein Naturgesetz? Oder doch die etwas unterschiedliche Einstellung zum Staat in Süd und Nord? Im Süden ist der Staat ein Übel, im Norden ein notwendiges Übel.

Jürgen Jauch,
4040 Linz