Zum Interview von
Walter Hämmerle, 24. August

Billig-Airlines halten
sich gut im Geschäft

Günther Ofner, Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG, soll einmal die Bilanzen der Airlines lesen: Die Billig-Airlines schreiben bessere Zahlen als die traditionellen. Sie wachsen stärker und ihr Businessmodel ist eher mit der Sehnsucht der Menschen, die Welt kennenzulernen, verknüpft als mit der Wirtschaftsentwicklung.

Rudolf Kail,

per E-Mail

Synthetisches Kerosin verursacht weniger CO2

Die Zukunft für die Luftfahrt ist ganz sicher synthetisches Kerosin - nur muss es nicht sofort Power-to-Liquid mit 100-prozentiger CO2-Neutralität sein. Denn dieses Verfahren steckt zwar nicht gerade "in den absoluten Kinderschuhen", allerdings ist solcherart produziertes synthetisches Kerosin (noch) extrem teuer. Mischt man aber beim Herstellungsprozess ein Quantum Erdgas bei, erzielt man immer noch eine 60-prozentige CO2-Reduktion - und das bei heute schon konkurrenzfähigen Kosten.

Leider wird die Kombination von Power-to-Liquid- und Gas-to-Liquid-Technologie nicht gefördert, weil die Forschungsförderung auf 100-prozentige CO2-Neutralität fixiert ist. Schade, denn die CO2-Emissionen des Luftverkehrs in wenigen Jahren um 60 Prozent zu reduzieren, lassen wir uns dadurch womöglich entgehen. Aber vielleicht ist das ja den Entscheidungsträgern gar nicht so wichtig. Denn der Weltluftverkehr trägt gerade 2,7 Prozent zu den weltweiten CO2-Emissionen bei. Dann verstehe ich aber nicht, warum der Luftverkehr dann immer so prominent als Klimasünder gebrandmarkt wird.

Peter Malanik,
Präsident des Österreichischen Luftfahrtverbands

Ein Motorrad-Museum
erhielt Kulturförderung

Mir reicht’s! Seit Jahren maßt sich ein Klüngel die Deutungshoheit darüber an, was Kunst ist und was nicht! Ganz klar wird daraus auch eine etwaige Förderungswürdigkeit abgeleitet. Da die Förderungen mit Steuergeld erfolgen, bin ich auch bei Projekten ein Mitförderer, die mir gar nicht gefallen. Gezwungenermaßen muss ich das tolerieren, wir leben ja in einer pluralen Gesellschaft. Aber ich erwarte mir von dem genannten Klüngel, dass dabei auch Toleranz gezeigt wird, wenn sich ihre Deutungshoheit nicht durchsetzt und Projekte der anderen Art gefördert werden, mögen sie auch "KTM Motohall" heißen.

Ing. Gerhard Plankenauer,

4502 St. Marien