Zum Artikel von Petra Tempfer,
11. September

Die Positionen der
Grünen sind naiv

Ich war lange Zeit Grünwähler, bin nun aber Neos-Sympathisant, und zwar deshalb, weil ich die Politik der Grünen für naiv halte. Zwei Beispiele:

1.) Lukas Hammer schlägt vor, jeden Ort mit zumindest 250 Einwohnern mit einer guten Busverbindung auszustatten. In der Realität (etwa im Waldvierteler Heimatort meiner Großeltern) leben gut 80 Prozent der etwa 1000 Menschen nicht im Ortskern, sondern entlang vieler Kilometer von umliegenden Gemeindestraßen. Diesen oft betagten Menschen anzubieten, zum Einkaufen oder Arztbesuch erst zwei oder mehr Kilometer zu Fuß durch Schnee oder Sommerhitze zur Haltstelle zu gehen und dann den Rückweg mit Einkäufen nochmals zu machen, ist idealistisch, aber wohl nicht zielführend.

2.) Werner Kogler ist gegen alle Handelsverträge, sogar mit Kanada (der wohl umweltfreundlichste der Geschichte), und er spricht sich für einen Boykott brasilianischer Waren aus. Weiß er nicht, dass wir mit Brasilien einen großen Handelsüberschuss haben und daher ein Boykott uns, nicht Brasilien wehtäte? Daher finde ich auch hier die Position der Neos, den Vertrag mit echten Sanktionen zu versehen und dann abzuschließen, sinnvoll; die Grünposition zwar ideologisch pur, jedoch unproduktiv und daher naiv.

Thomas Jandl, Ph.D.,

1190 Wien

Europa muss den
sozialen Frieden wahren

Ich stimme zu, dass Europa ein globaler Vorreiter in Klima- und Umweltschutz sein und bleiben muss. Noch wichtiger ist es, dass Europa ein weltweiter Vorreiter in sozialem Frieden ist und bleibt. In Zeiten, in denen sich eine globale Krise auf der anderen sich auftut, ist es wichtig, dass wir zusammenhalten und uns gut um einander kümmern. Nur so können wir bestehen.

Markus Kreuzeder,

70240 Kuopio, Finnland