Österreich allein wird
das Klima nicht retten

Fakt ist, dass man grenzüberschreitende Probleme wie Klima und Umwelt nur auf globaler Ebene durch übergeordnete Instanzen und synchronisierte Maßnahmen lösen kann.

Der Alleingang eines Kleinstaates, der für weniger als 0,2 Prozent der Emissionen verantwortlich ist und schon viel zur Gegensteuerung beigetragen hat, ist in dieser Angelegenheit nicht besonders effizient und kann mehr Schaden als Nutzen bewirken - wenn man, infolge steigender Energiepreise und verschärfter Industrieauflagen, an Unternehmensabsiedelungen in Länder denkt, wo die Umweltauflagen weniger restriktiv sind, weil dann hier die Arbeitsplätze fehlen und die globalen Emissionen zunehmen. Und die geplante CO2-
Steuer wird zum getarnten Geldbeschaffungsinstrument eines Hochsteuerstaates.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Deutschland schnürt
ein mattes Klimapaket

Es kam, wie es kommen musste: Es kreißte der Berg und gebar eine Maus. Das sogenannte Klimapaket wird die Probleme nicht wirklich lösen. Wieder einmal wird der Subventionsbahnhof vergrößert, hier Steuererhöhungen, dort Subventionen. Auch die fortschreitende Bodenversieglung, also die Ausweitung von Gewerbegebieten, der Wohnbebauung und des Straßenbaus, wird ungebremst weitergehen. Und nicht zuletzt wird es auch wieder die sozial Schwächeren treffen.

Fazit: Deutschland hat sich national und international völlig verfahren. Mehr war und ist von Kanzlerin Angela Merkel und ihren Helfern aber auch nicht zu erwarten.

Claus Reis,

D-91126 Schwabach

Klimaschutz ist die
beste Investition

Das Mantra der EZB bezüglich der 2 Prozent zu erreichenden Inflationsrate ist in vielen Euroländern bereits erreicht, bezieht man es auf die Kostensteigerungen des täglichen Einkaufs. Ich gehe damit konform, dass es dringend notwendig wäre, staatlicherseits zu investieren, statt Schuldenbremsen einzubauen oder die Zinsen niedrigst oder negativ zu halten.

Was böte sich daher mehr denn je an als Maßnahmen zugunsten des Klimaschutzes? Gar nicht genug Milliarden könnten nicht nur dazu beitragen, ein umweltgerechtes Dasein für uns alle zu sichern, sondern auch die Wirtschaft anzukurbeln und die Beschäftigung zu sichern. Das gehortete Sparkapital könnte durch entsprechende Begleitmaßnahmen zudem in zukunftsträchtige Investitionen einfließen und würde nicht mehr zinsmäßig bestraft, sondern aufgewertet werden. John Maynard Keynes und Thomas Piketty einfach lesen und verdauen!

Herbert Peherstorfer,

1030 Wien

Eine neue Zeit braucht
neue Ministerien

2019 wird als jenes Jahr in die Geschichte eingehen, in dem 30 Jahre des Spiels der Kräfte ihren Kristallisationspunkt fanden: Die Grenzenlosigkeit des Neoliberalismus lernt, dass es keine Freiheit ohne Vertrauen geben kann; idealistisches Erschließen des Möglichen findet endlich seine Verwurzelung im lebendigen Tun. Wer Träume projiziert, entwirft Visionen in Freiheit.

Die Nationalratswahl am Sonntag bietet die Chance, diesen Umbruch abzubilden und institutionell zu transformieren. So zum Beispiel in Ministerien für:

Natur, Mensch-Umwelt-Beziehung und Gesundheit;
freie Gesellschaft, Demokratie und Recht;
ökosoziale Kreislaufwirtschaft, Innovation und Infrastruktur;
nachhaltige Finanzpolitik;
Arbeit, Work-Life-Balance und soziale Gerechtigkeit;
subsidiäre Gemeinschaftspflege und interaktive Netzwerke;
prosperierende Lebensräume und Kulturlandschaften;
Kultur, lebendige Bildung und interdisziplinäre Forschung;
Krisenmanagement, Gefahrenabwehr und Katastrophenprävention;
interkulturellen Dialog und Weltinnenpolitik.

Karl Pangerl,

8990 Bad Aussee