Das wohl wichtigste Argumente gegen ein Wahlrecht für Kinder lautet, dass sie nicht mündig seien für Politik. Doch das Argument hinkt, wenn man die Fähigkeit zu rationalen Entscheidungen als Kriterium heranzieht: Sind Erwachsene per se rational? Sind sie immer in der Lage, verantwortungsvoll zu agieren? Auch ist Rationalität vom Zweck abhängig, wenn es um unterschiedliche Interessen geht. Wie sollte man entscheiden, welches Wahlverhalten als rational oder mündig gelten kann und welches nicht?

Juristisch bedeutet Mündigkeit so viel wie Geschäfts- oder Deliktfähigkeit. Zwischen 14 und 18 Jahren gelten junge Menschen als mündige Minderjährige. Man traut ihnen also zu, über Geld sowie Sachen, die ihnen zur freien Verfügung stehen, selbst zu verfügen. Beschränkt geschäftsfähig sind in Österreich sogar Kinder zwischen 7 und 14 Jahren. Man könnte sarkastisch hinzufügen: Als Konsumenten sind Kinder gern gesehen, aber politisch sollen sie den Mund halten. Für ausländische Staatsbürger scheint dies genauso zu gelten.

Analog zum Status mündiger Minderjähriger wäre eine Senkung des Wahlalters auf 14 Jahre ein denkbarer Vorschlag. In jedem Fall gilt: Wo Entscheidungen über existenzielle Zukunftsfragen getroffen werden, können die jungen Menschen nicht unbeteiligt gelassen werden, denn sie sind diejenigen, die diese Entscheidungen ausbaden müssen.

Prof. (FH) Dr. Markus Pausch,

5412 Puch/Salzburg

Elefantenrunden haben
eine lange Tradition

Als ORF-Urgestein erinnere ich mich meiner Zeiten als "Zeit im Bild"-Moderator in den 1970ern und 1980ern. Schon da haben wir intern von "Elefantenrunden" vor der Wahl gesprochen, wobei der Begriff damals meiner Erinnerung nach noch nicht in die Allgemeinheit durchgedrungen ist. Allerdings war bei uns immer ein gewisses schelmisches Schmunzeln dabei. Heute scheint mir der Begriff zu verwässert und humorlos verwendet zu werden.

Mag. Herbert Slavik,

per E-Mail

HC Strache soll üppige
Spesen verrechnet haben

Interessanter wäre eine Berichterstattung mit Vergleichszahlen, etwa für Alexander Van der Bellen, Sebastian Kurz, Pamela Rendi-Wagner, Werner Kogler, Peter Pilz, Michael Ludwig und so weiter, betreffend Salär, Boni, Spesen, Unterstützungen, Sonderleistungen (für Pkw mit Chauffeur, Bodyguards, Mieten). Sollten sich die Anschuldigungen gegen Heinz-Christian Strache als falsch herausstellen, wird es dann demnächst wieder Neuwahlen geben?

Peter Stumvoll,
1160 Wien

Es stehen wichtige Entscheidungen bevor

Zum Thema Klimapolitik argumentieren "die Alten" - zu denen ich mich mit 88 Jahre zähle - zu Recht, dass die erforderlichen Maßnahmen vor allem auch im Interesse künftiger Generationen getroffen werden.

Ähnliches gilt für die Nationalratswahl. Daher meine dringende Bitte, sicher von Hunderttausenden in diesem Land unterstützt: Bitte geht zur Wahl und denkt dabei an die Gegenwart und die Zukunft Österreichs!

Dr. Wolfgang Wolte,
Botschafter i.R., per E-Mail