Univ. Prof. DDr. Gerald Schöpfer,
Präsident des Österreichischen
Roten Kreuzes

Umsiedlung von Flüchtlingen ins syrische Kurdengebiet

Recep Tayyip Erdogan spricht davon, den weit größeren Teil der arabisch-sprachlichen Flüchtlinge aus Syrien in einer "erweiterten Sicherheitszone" ansiedeln zu wollen. Das ist wohl nur möglich, wenn das gesamte Kurdengebiet einkassiert und die ansässige Bevölkerung vertrieben wird. Ein Genozid ist vorprogrammiert und ebenso ein massenhafter Exodus der Kurden nach Europa - wo sollen sie auch sonst hin, wenn ihr Land an Millionen syrische Araber vergeben wird und sie ohne jede Unterstützung bleiben? Ein politisches Totalversagen der USA und Europas. Und die Türkei wird einen jahrzehntelangen Guerillakrieg hinnehmen müssen.

Christian Kotz,

per E-Mail

Neue Themenfelder für
die Sozialdemokratie

Politische Parteien sind nicht für die Ewigkeit gegründet worden, sondern gegen soziale und andere Missstände und um dringende Notwendigkeiten und Bedürfnisse zu befriedigen. Die sozialistische Bewegung entstand, als die Landwirtschaft gegenüber der Industrie an Bedeutung verlor. Generell sind die vordringlichsten Ziele erreicht worden, wenn auch immer noch vieles offen ist.

Jede neue Zeit bringt auch neue Probleme. Auf diese müsste sich die moderne Sozialdemokratie konzentrieren, ehe sich andere Gruppierungen dieser annehmen. Die Globalisierung mit ihrem Wirtschaftsschwerpunkt ist die große Herausforderung für die Sozialdemokratie - und nicht Fähnchen schwingen am 1. Mai!

Christine Preyer,

per E-Mail

Beschränkung der
E-Scooter in Wien

Ich habe schon mehrmals E-Roller, die mitten auf den Gehsteigen herumstanden oder herumlagen, aus dem Weg geräumt, weil sie schließlich eine echte Gefahr für sehbehinderte Menschen darstellen. Deshalb nehme ich mit Genugtuung zur Kenntnis, dass der Wiener Bürgermeister diesem Spuk endlich den Kampf ansagen will. Das ist meines Erachtens aber nur ein erster - wenngleich notwendiger - Schritt.

Übrigens: Kann man erwachsenen Menschen nicht zumuten, einen Roller mit ihrer Muskelkraft in Bewegung zu setzen? Das haben wir seinerzeit als Kinder ja auch geschafft.

Elfie Fleck,

per E-Mail