Die neue Regierung
und der Umweltschutz

Soziale und kulturelle Systeme folgen anderen Gesetzen, Logiken und Zeitlichkeiten als physikalische Systeme. Daher, so meine ich mit Zukunftsforscher Harald Welzer, "hören wir doch auf, so zu tun, als sei das alles unabänderlich". Jetzt ist es an der Zeit, mit dem Restaurieren und dem Wiedergutmachen zu beginnen.

Zu diesem Zweck haben sich Klimaforscher aus der ganzen Welt zusammengefunden, um einen "Referenzplan" zu erstellen. Diesem Plan für Umwelt- und Klimastrategien sollte die neue österreichische Regierung folgen und aus der "Climate Change Centre Austria"-Gruppe einen Monitoring-Kontrollbeirat für entsprechende Öko- und Klima-Aktivitäten ernennen.

Ilse Kleinschuster,

per E-Mail

Probleme mit der
erneuerbaren Energie

Das Wechselstromnetz, auf dem praktisch unsere Zivilisation beruht, funktioniert nur, wenn in jedem Augenblick genau so viel Strom erzeugt wird, wie auch verbraucht wird. Wird Wind- und Sonnenstrom ins Netz eingespeist, dann müssen die regelbaren Kraftwerke (kalorische und Speicher-Wasserkraftwerke) so gesteuert werden, dass obige Bedingung eingehalten wird. Das geht nicht mehr, wenn der Anteil von Wind- und Sonnenstrom ein gewisses Maß übersteigt.

Es müssten enorme Stromspeicher vorgesehen werden, die Überschüsse aufnehmen und bei Bedarf abgeben können. Dafür kommen derzeit fast nur moderne Akkumulatoren-Batterien in Frage, denn so viele Pumpspeicher-Wasserkraftwerke können auch in Österreich nicht gebaut werden.

D.I. Ewald Pangratz,

1130 Wien

Schneller Umstieg
auf Elektromobilität

Solange nicht der Wille besteht, in naher Zukunft auf Energie aus fossilen Brennstoffen völlig zu verzichten, sind alle Klimaschutz-
Beteuerungen nur leere Worthülsen. Die heilige Kuh Auto gehört zuerst und schnell geschlachtet.

China hat ein sehr kostengünstiges E-Auto auf den Markt gebracht: Man sollte den Import dieser Fahrzeuge fördern, indem sie zollfrei eingeführt werden können. Weiters könnten Abwrackprämien für Altautos bei Erwerb von E-Autos bezahlt und Steuernachlässe beim Kauf gewährt werden. Die Angst vor Arbeitslosigkeit in Europa durch den Wegfall der Autoindustrie darf nicht der Grund sein, dass wir den Untergang der Zivilisation durch einen CO2-Klimacrash befördern.