Türkische Offensive gegen
die Kurden in Nordsyrien

Die Kurden in Syrien haben Bashar al-Assad um Unterstützung ersucht und dafür ihre Selbstverwaltung aufgegeben. Die Kurdenmiliz YPG hat mit der syrischen Regierung eine Vereinbarung getroffen, laut der syrische Truppen an der Grenze zur Türkei stationiert werden. Vielleicht wird die YPG sogar auf eine Zusammenarbeit mit den Assad-Truppen angewiesen sein, um gemeinsam gegen die türkischen Streitkräfte in Nordsyrien aufzutreten.

Würde das Territorium der Türkei angegriffen, dann müssten alle Nato-Staaten einspringen, um der Türkei zu helfen. Zunächst besteht aber keine Gefahr eines Bündnisfalles, und obendrein hat die Türkei die militärische Auseinandersetzung angefangen.

Die türkische Offensive in Nordsyrien bringt noch weitere Probleme. Einige der kurdischen Gefängnisse für IS-Kämpfer liegen in der Kampfzone, angeblich sind schon hunderte Gefangene geflohen, und Recep Tayyip Erdogan droht mit einer Flüchtlingswelle nach Europa.

Oberst i.R. Kurt Gärtner,

4600 Wels

Zur Kolumne von Eva Stanzl,
12. Oktober

Schulbeginn besser
eine Stunde später

Vor zirka drei Jahren ging es in einer Radiodiskussion auch um dieses Thema, und damals dachte ich mir: Wie dumm wohl, wo doch kurz davor die Sommerzeit-Umstellung stattfand - da gerade diese eine Stunde Zeitverschiebung die Lösung beziehungsweise das Dilemma ist. Im Übrigen habe ich heuer in einem Land geurlaubt, wo um zirka 18 Uhr die Sonne untergeht, und das fand ich grandios, da die Zeit in der Dunkelheit ruhiger und trotzdem sehr schön ist, die Kinder fanden rechtzeitig das Bett, wir auch, und morgens - die Sonne ging um zirka 6 Uhr auf - waren wir fit.

Also alles in allem ein Plädoyer für die Normalzeit. In ihr steckt so manche Lösung für Probleme, die wir uns künstlich machen.

Paul Appoyer,

per E-Mail

Zum Gastkommentar von
Nikolaus Lehner, 3. Oktober

Das Burgtheater als europäische Bühne

Die in diesem Beitrag notierte Ausrichtung des Burgtheaters unter Martin Kusej als europäisches Theater, in dem nicht nur in der einen nationalen Sprache, nämlich Deutsch, gesprochen und aufgeführt werden soll, sondern im Sinne eines wahrhaftig europäischen Theaters eine multilinguale Ausrichtung programmiert wird, finde ich hochinteressant und hoffe auf eine mannigfaltige Verwirklichung der europäischen Dimension des Burgtheaters unter Martin Kusej.

Richard Drasche-Wartinberg,

2483 Ebreichsdorf

Ein Wiener Theater
für die Bundesländer

Wir haben in unserem Land auch außerhalb der Bundeshauptstadt eine sehr lebendige Theater- und Opernszene. Doch wie oft fahren wir wirklich nach Graz, St.Pölten, Linz oder gar noch weiter nach Westen? Kann es nicht in Wien ein Haus geben, das von den Bühnen der Bundesländer bespielt wird? Warum hat keiner der Entscheidungsträger den Mut, so eine Idee ernsthaft zu diskutieren?

Georg Stern,

1110 Wien