Zum Gastkommentar von
Peter Oberdammer, 18. Oktober

Keine echte Betreuung
beim Arbeitsmarkservice

Den Ausführungen von Peter Oberdammer kann ich nur zustimmen. Die AMS-Mitarbeiter bedienen großteils nur das EDV-System. Ein tiefgründiges Gespräch mit den Arbeitsuchenden, um deren Potenziale und Bedürfnisse zu erkennen, findet nicht statt. Sie werden einfach in Schulungen gesteckt, ob diese Sinn machen oder nicht. Davon lebt eine ganze Industrie. Diese Problematik ist mit einem Algorithmus nicht lösbar, bestenfalls kann er eine Entscheidungshilfe sein.

Othmar Lackner,

2500 Baden

Zum Gastkommentar von
Philippe Narval, 15. Oktober

Europas Schwäche in
der Sicherheitspolitik

Der Gastkommentar bezieht sich auf ein konstruiertes Sicherheitsprinzip gegenüber Bedrohungen aus Russland, China, Türkei und USA. In dem vom Forum Alpbach veranstalteten Dialog "Europa in der Welt: Zwischen USA, Russland und China" wurden dagegen eher innereuropäische Risiken verdeutlicht: Zerfall der EU, Spaltung der EU, globale Finanzkrise.

Sicherheit auf militärischer Macht aufzubauen, bewirkt Angst und Gefahr. Für mich besteht Sicherheitspolitik aus der Analyse von Konfliktpotenzialen und folgender Diplomatie, die Bedrohungen durch Dialog abzubauen versucht, damit es keiner militärischen Machtdemonstrationen bedarf. Österreichs Außenpolitik hat während des Kalten Krieges gezeigt, was aktive Neutralität bedeutet. Ziviler Friedensdienst, um Konflikte zu vermeiden, kann wirkliche Sicherheit aufbauen.

H. Peter Degischer,

1040 Wien