Anmerkungen zum
Wohnbau in Wien

Je höher die Bebauungsdichte, desto weniger Platz bleibt für Grünanlagen, wodurch die Wohnqualität sinkt.

Lokale Geschäfte werden durch bauliche Fehlentscheidungen von vornherein verhindert. Die Höhe der Erdgeschoße ist zu niedrig, damit sich darüber noch mehr Wohnungen ausgehen.

In Wien werden zurzeit mehr Wohnungen gebaut als Haushalte gegründet. - © apa/Georg Hochmuth
In Wien werden zurzeit mehr Wohnungen gebaut als Haushalte gegründet. - © apa/Georg Hochmuth

Die "Zuzugdichte" der zuletzt gebauten Wohnghettos im 22. Bezirk ist hart an der Schmerzgrenze, und trotzdem errichtet man keine zusätzlichen öffentlichen Verkehrslinien. Die Folge sind Staus, weil es dann für viele ohne Auto nicht mehr funktioniert.

Was hat der Durchschnittsbürger von Luxuswohnungen?

Martin Schwarz,

per E-Mail

Kunst zur deutschen Nachkriegsgeschichte

Sie wäre prädestiniert gewesen, als Gesamtkunstwerk deutscher Geschichte erhalten zu bleiben: die Ausstellung "In Frieden und Freiheit - 70 Jahre Bundesrepublik Deutschland" des Karlsruher Künstlers Enno-Ilka Uhde, in Zusammenarbeit mit dem "Industrial Theater" in Karlsruhe, die zum letzten Mal am 12. Oktober 2019 im Europa-Park in Rust bei Freiburg zu bestaunen war.

Enno-Ilka Uhde nach der letzten Ausstellung seines Werkes im Europa-Park und zur Auflösung sowie Zersplitterung des Ganzen: "Im Europa-Park in Rust zeigten wir noch einmal die Gesamtheit des Werkes! Irgendwann verteilen sich die Einzelwerke in verschiedene Ecken dieser Welt. Das ist auch der Sinn dieses Werkes, es gibt sie einmal, sie verteilen sich und in 100 Jahren sucht man ihre Besitzer. Die Dinge werden in der Zeit, in der sie entstehen, zwar wahrgenommen, der wirkliche Komplettwert wird jedoch erst Jahre später erkannt."

Leider hatte die Politik kein Interesse daran, dem Werk einen ihm gebührenden Platz einzuräumen, um die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in über 70 Einzelbildern kurz, knapp und verständlich darzustellen.

Volker Weßbecher,

D-77863 Rheinau-Freistett

313.000 Millionäre
in Österreich

Solche Auflistungen sind eigentlich sinnlos: Es wird nur der veröffentlichte (also auch dem Finanzamt zugängliche) Teil des Vermögens erfasst, nicht die Juwelen, Goldbarren, Antiquitäten oder Kunstwerke. Und der größte Teil des Vermögenszuwachses beruht auf Angebot und Nachfrage an den Aktienbörsen und auf dem Wachstum von Immobilienwerten. Der wird Eignern ohne eigenes Zutun zugespielt und löst sich in Luft auf, wenn die durch Null-Zinsen verursachte Blase platzt.

Alexander Micke,

per E-Mail

Ein Wunschprogramm
für unser Land

Eine Energiewende kann und muss sozial verträglich angegangen werden: Fördergelder für Solaranlagen auf Dächern und Nachtragsdämmung beheizter Gebäude sind besser als drohende Strafgelder.

Zu einer ökosozialen Marktwirtschaft gehört auch eine eingeschränkte Schuldenpolitik.

Länder und Gemeinden sind aufgefordert, kompakte Flächenwidmungen gegen Landschaftsversiegelung durchzusetzen.

Warum neue Steuern erfinden, wenn man bei alten ganz einfach die Tangenten etwas verschwenken könnte, zugunsten der niedrigeren gegenüber den höheren Einkommen?

Eine positiv besetzte Kultur des lebenslangen Lernens wird Platz greifen müssen, die auch firmenintern erfolgen könnte. Die vielfältige tertiäre Bildungslandschaft und das Bologna-System gehören dringend evaluiert.

Wolfgang Riemer,

per E-Mail

Neue OECD-Studie zur
sozialen Mobilität

Die soziale Mobilität geht nicht nur in eine Richtung nach oben: Es wäre interessant zu erforschen und zu berichten (und vielleicht daraus Konsequenzen zu ziehen), wie die Mobilität nach unten verläuft. Ich halte diese "Rutschbahn" nämlich für ziemlich dynamisch und vermute, dass wesentlich mehr Menschen heute davon betroffen sind als solche, die nach oben gespült werden.

Dkfm. Michael Stradal,

2344 Maria Enzersdorf