Parteien müssen
miteinander reden

Es ist dringend Zeit, dass sich alle Parteien in Deutschland, besonders die CDU, der frühen Dreißigerjahre erinnern. Die Polarisierung, die Bekämpfung bis aufs Blut im wörtlichen Sinne, hat erst der großen Katastrophe den Weg geebnet. Es wäre also dingend notwendig, miteinander zu reden und zu sehen, wo im Sinne von Thüringen gemeinsame Lösungen gefunden werden können und wo nicht.

Es besteht, wie bei uns in Österreich mit Türkis-Grün, die Change, ein paar grundsätzliche Diskussionen zu führen. Wohin soll die Reise gehen? Ist der Mietpreisdeckel in Berlin Notwehr oder soll Berlin wie Lissabon werden? Auf einen Einwohner kommen dort neun Touristen, die Altstadt ist leblos, Airbnb hat die Stadt übernommen.

Dr. Dieter Scholz,

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Zum Gastkommentar von
Thomas Roithner, 23. Oktober

Die EU sollte sich
besser organisieren

Wenn sich die EU emanzipieren und auf gleicher Höhe mit Russland, China und den USA agieren will, dann führt kein Weg an den "Vereinigten Europäischen Staaten" vorbei. Wer von den Amerikanern nicht abhängig werden will, baucht eine eigene militärische Strategie. Das Geld ist da eher nicht das Problem: Man müsste ja nur die gesamten jetzigen Militärausgaben aller EU-Staaten bündeln - und vielleicht auch einmal bei den Agrarförderungen vernünftige Reformen angehen, da würde wohl sogar noch ein zusätzlicher Batzen Geld für Bildung überbleiben.

Karl Kistner,

per E-Mail