Ein Bundesheersoldat
starb durch Militärhunde

So tragisch und bedauerlich der besagte Todesfall auch ist, so sollte man doch einige Fakten bedenken: In einen Zwinger gehört kein Tier, schon gar nicht ein Hund. Es mag sinnvoll und legitim sein, die Begabungen eines Hundes in moderater Weise zu nutzen, doch es ist absolut unvereinbar mit dem heutigen Wissen über die Würde aller Geschöpfe, einen Hund als Waffe zu missbrauchen! Es mutet geradezu mittelalterlich an, und das können wir doch nicht wollen.

Dr. Helga Künzl,

1060 Wien

Es soll wirklich kein
Hitlergruß gewesen sein?

Das politische Treiben hierzulande verfolge ich mit Schaudern. Besonders befremdlich finde ich die Begründung im Urteil gegen die grüne Abgeordnete Alma Zadic wegen übler Nachrede. Bis jetzt dachte ich, dass nur bildungsferne Schichten über schlagende Burschenschaften nicht Bescheid wüssten, aber ich muss leider feststellen, dass vor Gericht an den Haaren herbeigezogene Ausflüchte - man habe Schulfreunden zugewunken und nicht den Hitlergruß gezeigt - offensichtlich als Begründung reichen, um als unschuldig zu gelten.

Dass Sprachcodes und Gesten von deutschnationalen Gesinnungsgenossen verwendet werden, die man in der einen oder anderen Weise deuten kann, ist ein gängiges Konzept in diesen Kreisen. Mich entsetzt, dass meine Landsleute dafür ein beklagenswert schlecht ausgeprägtes Gespür haben, obwohl gerade wir Österreicherinnen und Österreicher gelernt haben müssten, die Werte der Demokratie hochzuschätzen und den Anfängen autoritärer Machtgelüste zu wehren.

Maria Haberl,

per E-Mail

Israel tötete einen Führer
der Islamisten in Gaza

Ich protestiere gegen die gezielte Tötung von Abu al-Ata. Jede gezielte Tötung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung - sie wird immer neu angewandt, von den USA und Israel, die sich offensichtlich über internationalem Recht stehend wähnen. Nicht nur, dass solchen Personen ein ordentliches Verfahren verweigert wird, es werden bedenkenlos oft noch andere, zum Teil völlig unbeteiligte Personen mitgetötet (in diesem Fall die Ehefrau). Über einen Toten kann man leicht sagen, "er war dabei, weitere Anschläge zu planen, er war eine tickende Zeitbombe" (so der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu). Auch manche Politiker sind tickende Zeitbomben.

Die fortgesetzte Missachtung internationalen Rechts, die Vertreibungspolitik, die Folgenlosigkeit krimineller Handlungen fanatischer Siedler setzen Israel immer mehr der Kritik aus. Dies versucht Israels Regierung durch Kampagnen gegen Antisemitismus zu bekämpfen. Ja, es gibt Antisemitismus, aber es gibt auch berechtigte Kritik am Handeln der Verantwortlichen, an der Duldung von Übergriffen israelischer Staatsbürger auf Palästinenser, und das ist nicht Antisemitismus!

Karl Helmreich,

2552 Hirtenberg

Atomenergie ist
wieder im Kommen

Die Befürworter der Kernenergie sind der Meinung, dass Atomstrom klimaschonend sei und daher zu fördern wäre. Auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg spricht sich für Kernenergie aus. Einige europäische Staaten und Länder wie China, Russland und Japan setzen verstärkt auf Kernkraft im Energiemix. Die Erderwärmung und die vorgegebenen Klimaziele machen Atomkraftwerke wieder salonfähig, obwohl die Endlagerung des Atommülls nicht gelöst ist. Auf die terroristische Gefährdung von Atomkraftwerken sei nur am Rande hingewiesen.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Der Klimaplan braucht
noch Verbesserungen

Probahn Österreich schließt sich der von Umweltschutzorganisationen geäußerten Kritik am Klimaplan der Bundesregierung an. In dem Klimaplan fehlen konkrete Forderungen wie:

kein weiterer Ausbau des Autobahn- und Schnellstraßennetzes;
kilometerabhängige Maut auf allen Straßen analog zur Schweiz;
Aufbau und Stärkung grenzüberschreitender Direktverbindungen;
Attraktivierung von Regionalbahnen beziehungsweise Reaktivierung stillgelegter Regionalbahnen;
rasche Elektrifizierung des Bahnnetzes;
Festschreibung einer verpflichtenden Nahverkehrsmilliarde.

Peter Haibach,
Probahn Österreich