Zum Artikel von Edwin
Baumgartner, 3. Dezember

Eine Verteidigung
von Peter Handke

Selten noch hat mir ein Feuilletonist so aus der Seele geschrieben. Aus allen Kulturkanälen überrollt uns ein Moral-Tsunami - kein Wunder, ist doch die "Politische Korrektheit" nichts anderes als ein Navi für moralisch Orientierungslose.

Franz Kumpfmüller,

per E-Mail

Moralische Arroganz
vieler Kulturjournalisten

Wie wohltuend sich dieser Text vom besserwisserischen Moralgetöse der meisten medialen Äußerungen in Sachen Nobelpreis für Peter Handke unterscheidet! Sehr herzlichen Dank dafür. Die Hybris vieler Journalisten, die mit (mittel)europäischem Scheuklappenblick daherschreiben, verleidet es mir meist, überhaupt noch Zeitungen zu lesen. Da ist so etwas wie Edwin Baumgartners Text ein echter Lichtblick.

Angelika Matzka,

per E-Mail

Ein Affront für die Opfer
des Jugoslawien-Krieges

Es geht nicht so sehr um Peter Handke selbst, sondern um die Leute, die ihm den Nobelpreis zuerkennen. Die Verleihung eines Nobelpreises ist eine spezielle Ehre. Diese Ehrung Handkes ist jedoch ein grobes Vergehen gegenüber den Angehörigen der Opfer von Srebrenica und weiterer Opfer des Jugoslawien-Krieges.

Manche schreiben, es sollte Literatur von Politik und Moral getrennt gesehen werden. Das ist eine Themenverfehlung. Bei den Äußerungen Handkes zum Krieg in Jugoslawien ging es nicht nur um Politik, sondern auch um die Bagatellisierung von Kriegsverbrechen.

Handke und andere dürfen schreiben, was sie wollen, und gebührende Anerkennung finden. Aber die Ehrerbietung durch einen Nobelpreis ist angesichts der Begleiterscheinungen ein anderes Kapitel. Handke sollte den Nobelpreis ablehnen oder den Opfern des Jugoslawien-Krieges ein Denkmal setzen lassen.

Peter Jürß,

1160 Wien

Ein Volksentscheid über Fördergelder für Parteien

Fördermittel werden zweckgewidmet vergeben, und der Zweck der Klubförderung ist sehr klar formuliert. Reserven aufzubauen oder die Förderungen in Gold anzulegen, ist darin nicht angeführt. Selbst wenn die Zweckwidmung weiter gefasst wird, als sie im Gesetz genannt ist, gilt wie immer der "Sinn des Gesetzes". Beides haben Dominik Nepp und die FPÖ nicht verstanden - oder sie haben mutwillig zuwidergehandelt.

Die Rückforderung von nicht zweckmäßig verwendeten Geldern ist die einzig juristisch und moralisch richtige Lösung und die Neudimensionierung, also Kürzung, der Förderung der logische Schluss. Wir müssen die Bestimmungen zu den Parteienförderungen den Parteien und ihren Funktionären abnehmen und stattdessen zu einem Plebiszit kommen.